Griechenlands Familienunternehmen trotzten der Krise

25. Januar 2019 / Aufrufe: 300
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Die in Griechenland nach wie vor das Rückgrat der nationalen Wirtschaft darstellenden Familienunternehmen erwiesen sich gegenüber der Krise als bemerkenswert resistent.

In Griechenland stellen die Familienunternehmen das Rückgrat der einheimischen Wirtschaft dar, da sie über 80% der griechischen Unternehmen ausmachen.

Diese Unternehmen tragen insgesamt mit zwei Dritteln zu dem BIP und den Arbeitsplätzen bei und fahren darin fort, die griechische Wirtschaft zu stützen, wobei sie bemerkenswerte Widerstandskräfte gegenüber der Krise demonstriert haben.

Stärken und Schwächen der Familienunternehmen in Griechenland

Vorstehendes wurde bei einer am 23 Januar 2019 bei der Industrie- und Handelskammer Athen (EBEA / ACCI) verwirklichten Konferenz angeführt, wo die aus dem Programm FABUSS (FAmily BUsiness Successful Succession) extrahierten Vorschläge präsentiert wurden. Letzteres ist ein signifikantes Projekt von ERASMUS YOUTH mit 24-monatiger Dauer, unter der Beteiligung von Trägern aus sechs Ländern und der EBEA als Koordinator. Zweck des Programms war, mit Familienunternehmen verbundenen jungen Leuten zu helfen, fähige und effiziente Nachfolger zu werden.

Bei der Konferenz referierend betonte Konstantinos Michalos, Präsident des Kammerzentralverbands (KEE bzw. UHC) und der EBEA, unter anderem: „Mittels der Schulung des FABUSS-Programms wurde den Teilnehmern die Gelegenheit gegeben, geeignete Fertigkeiten und Kenntnisse zu erwerben um die Familienunternehmen, die sie übernehmen werden, effizient zu leiten und zu entwickeln.

Konstantinos Michalos fügte an, über 80% der griechischen Unternehmen seien Familienunternehmen und tragen insgesamt zwei Drittel des BIP des Landes bei, und sagte:

Diese Unternehmen schaffen all diese schwierigen Jahre, der Krise standzuhalten, indem sie eine Reihe sie unterscheidender Charakteristika nutzen, wie:

  • eine einheitliche Firmenkultur, gestützt auf gemeinsame Werte,
  • eine langfristig angelegte Tangierung in ihrer Planung, die sich mehr auf die Dauer und weniger die kurzfristigen Ergebnisse fokussiert, aber auch
  • die Hingabe- und Vertrauensverhältnisse, die sie zu ihren Beschäftigten und Mitarbeitern schaffen.

Auf der anderen Seite zeigen die Familienunternehmen jedoch auch ernsthafte Schwächen, die ihre Entwicklung behindern. Es sind gewöhnlich die Abgeneigtheit gegenüber dem Risiko, die Zurückhaltung gegenüber der Änderung und das Fehlen technokratischer Kriterien bei dem Betrieb des Unternehmens und andere.

Die Notwendigkeit des FABUSS-Programms erklärend sagte der Präsident der BEA: „Eine der signifikantesten Schwächen steht mit dem Prozess der Nachfolge in Zusammenhang, da europaweit ein nur sehr kleiner Anteil der Familienunternehmen schafft, ihren Übergang auf die zweite und dritte Generation zu überleben.

Rückschlüsse aus dem Programm FABUSS

In diesem Rahmen wurde eine Zusammenarbeit von sechs Ländern organisiert: Griechenland, Italien, Zypern, Bulgarien, Portugal und FYROM, mit der EBEA in der Rolle des Koordinators. Insgesamt wurden 235 Personen geschult, die kostenlos an Seminaren teilnahmen, und zehn Vorschläge zur Nutzung des „Depositums“ des FABUSS-Programms in Griechenland formuliert, nämlich spezieller:

  1. Transfer des FABUSS-Schulungsmaterials auch an interessierte (dritte) Anbieter in der Peripherie.
  2. Neue Schulungszyklen in Zusammenarbeit mit Kammerzentralverband, regionalen Kammern und anderen Berufsverbänden.
  3. Verwertung der FABUSS-Produkte auch durch andere Organisationen, zur Ergänzung ihrer eigenen Programme.
  4. Themen der „Nachfolge“ betreffende Schulung, die auch alternative Weisen zur Eigentumsübertragung wie beispielsweise den Eintritt nicht der Familie angehörender Investoren zu umfassen hat.
  5. Schulungsprogramm für Familienunternehmensnachfolger für den „Tag danach“, sprich nach Antritt der Nachfolge.
  6. Übernahme der Koordination sich auf die Familienunternehmen beziehender Initiativen durch einen geeigneten Träger.
  7. Wirtschaftliche Anreize an sich aus einer Nachfolge ergebende „quasi neue“ Unternehmen.
  8. Schaffung eines Forums für Familienunternehmen zur kontinuierlichen Untersuchung sich auf diese Unternehmen beziehender Themen und Aktivitäten. Ausarbeitung eines einschlägigen Business-Plans.
  9. Gestaltung eines Rahmens zur Zusammenarbeit von Familienunternehmen mit zertifizierten externen Beratern.
  10. Schaffung einer „Plattform“ zur Bereitstellung einer zuverlässigen Informierung über zertifizierte Anbieter von Schulungen und Beratungsdiensten an Familienunternehmen über (nationale, europäische) institutionelle Themen und Quellen zur Unterstützung von Unternehmen dieses Typs.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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