Griechenland nimmt Privateigentum ins Auge

27. Januar 2019 / Aktualisiert: 27. Januar 2019 / Aufrufe: 1.148

In Griechenland findet mittels Enteignung privaten Vermögens und überdimensionaler Besteuerung eine legitimierte Beraubung der Bürger statt.

Das politische Verhalten der Regierung in Griechenland, so wie es sich aus der Ignorierung des Volkswillens äußert, verweist auf einen „Machtüberbau“, der mittels der Einschränkung der politischen Rechte auf Eigentum, Arbeit, Freiheit und der Institutionen eine oligarchische Elite „legitimiert“, die systematische Beraubung ihrer Staatsangehörigen / Untertanen zu betreiben.

Weil die gesellschaftlichen Strukturen von einer sich aus persönlichen und kollektiven Gegensätzen, gesellschaftlichen und gegenseitigen Bindungen, aber auch Ausnutzung sowie auch Klassen- und zwischenmenschlichen Kollisionen ausdrückenden Komplexität charakterisiert sind, strebt die Staatsgewalt an, politische und wirtschaftliche Äußerungen, die sie nicht kontrolliert, mittels der Zerschlagung des gesellschaftlichen Zusammenhangs, der kollektiven Institutionen und der zwischenmenschlichen Beziehungen zu annullieren, deren Existenz die Bürger vor der totalen Unterwerfung unter die Macht schützt, schreibt Bertrand de Jouvenel in seinem Buch „Über die Staatsgewalt. Die Naturgeschichte ihres Wachstums„.

Auch Griechenlands Proletariat tappte in die Falle des „Cäsarismus“

Während also die potentielle Staatsgewalt (politische Parteien) vor den Wahlen auftritt, die bestehenden gesellschaftlichen Strukturen und die sich aus diesen ableitenden Rechte wie das Recht des Eigentums, der Arbeit und der Freiheit zu verteidigen und zu erhalten, schafft sie diese somit, wenn sie die Macht einnimmt, mittels des geeigneten gesetzlichen Rahmens ab. Mit dieser politischen Praktik kann sie klaglos die räuberischen Steuern (ENFIA, fiktive Veranlagungen) beitreiben und ohne Widerstand die wirtschaftlichen Vorteile genießen. Während sich also die Staatsgewalt ihre Macht zum Nutzen der Proletarier handzuhaben zeigt, nutzt sie diese in Wirklichkeit ausschließlich zum eigenen Vorteil.

Dieser dialektische Widerspruch der Macht ist für die Entwicklung der gesellschaftlichen Strukturen und den Übergang von den patriarchalischen Gesellschaft zur Feudalherrschaft und folglich zu dem bourgeoisen Kapitalismus und der Massendemokratie verantwortlich, wo die Proletarier zur absoluten Macht der Staatsgewalt beitragen, ohne es wahrzunehmen. Die Kooperation der Proletarier mit der Staatsgewalt führt zum „Cäsarismus„, wo demagogische Kaiser, Adelige und „demokratische“ Premierminister, alle zusammen als unrechtmäßige Machthaber der Zeitmaschine das Ur-Motiv des ewigen Betrugs, der Heuchelei, der Ausnutzung und der nutzbringenden Verwaltung des kollektiven Reichtums kopieren.

Was – wie Jouvenel anführt – die Proletarier nicht wahrnehmen, ist, dass die Kooperation, die Zustimmung und ihr eigenes Blut das Ungeheuer der Staatsgewalt stärken und füttern, das um so mehr die Freiheit einschränkt und das Eigentum entwendet, je mächtiger es wird. Das heutige demokratische europäische Regime platziert zu dem Zweck die Proletarier im Parlament und die Eliten an der Macht, mit dem Betrug der Berufung auf Demokratie und Globalisierung die Freiheit und das Vermögen wegzunehmen.

Griechenland machte „aristokratische“ Bürger zu Almosenempfängern

Belegt wird dieser Syllogismus von dem historischen Beispiel der Differenz zwischen Britannien und dem kontinentalen Europa während der Epoche des bourgeoisen Strukturwandels, weil ersteres die Adeligen in dem Moment in das Parlament brachte, wo es den Proletariern Eigentumstitel überließ und ihnen somit gestattete, zu Kleinadeligen (Yeomen) zu werden.

Als Kleineigentümer hatten die Proletarier nun gemeinsame Interessen mit den Lords, damit beide die königliche Willkür und Macht einschränken können. Der Gesellschaftspakt in England verkündete, „das Staatswesen wird ausschließlich von Gentlemen gebildet„, also von freien Menschen, die Eigentum besitzen. Dieses Prinzip stellte die Speerspitze der britischen Macht dar und differenzierte England von dem übrigen Europa. In ersterem machten das Eigentum und die sich aus diesem ableitende Freiheit das Volk zu einer kompakten Gesamtheit liberaler Adeliger, während in letzterem das Volk zusammen mit dem Königtum gegen das Privileg der Freiheit kämpfte.

Entsprechend wandelte in Griechenland nach dem Regimewechsel der Durst des politischen Systems nach Geld und Macht die bis dahin freie Gesellschaft „aristokratischer Besitzbürger“ in eine Gesellschaft unfreier und nichtswürdiger Proletarier – Beihilfeempfänger um, die mittels der Almosen der nach 1974 etablierten politischen Staatsgewalt überleben.

Das politische System in Griechenland vernichtete zuerst die kollektive historische Saga von Nation – Staat (bewusste Abtretung der griechischen Geschichte an die FYROM / Skopje, Internationalismus), danach die gesellschaftlichen Institutionen (Religion, kulturelle Verfälschung, Abschaffung von Grenzen, Kriminalität) und zuletzt die zwischenmenschlichen Strukturen und Beziehungen (Forcierung von Konsummodellen) zu dem Zweck, mittels der Enteignung des privaten Vermögens und der übermäßigen Besteuerung klaglos die „legalisierte“ Beraubung der Bürger – Untertanen auszuüben.

(Quelle: dimokratianews.gr, Autor: Alkiviadis Konstantinos Kefalas, Doktor der Physik der Universität Manchester / UK, Forschungsleiter der Nationalen Stiftung für Forschungen)

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