Griechenland emittiert neue Anleihe

29. Januar 2019 / Aufrufe: 315
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Nach dem Ende der Memoranden versucht Griechenland nun, sich mit einer neuen fünfjährigen Anleihe wieder auf die Finanzmärkte zu begeben.

Griechenland ging am 28 Januar 2019 mit der syndizierten Emission einer neuen 5-Jahres-Anleihe erneut an die Finanzmärkte.

Wie an der Börse bekannt gegeben wurde, übernehmen die Emission der Anleihe die Banken Bank of America Merrill Lynch, Goldman Sachs Group Inc., HSBC Holdings Plc, JPMorgan Chase & Co., Morgan Stanley und Societe Generale SA.

Griechenland probt Marktgang zu „Marktbedingungen“

Die Neuemission einer 5-Jahres-Anleihe wird von dem internationalen Umfeld und konkret dem großen Interesse begünstigt, das an den jüngsten Emissionen von Anleihen anderer Länder verzeichnet wurde. Beispielsweise schaffte Spanien in der vergangenen Woche bei der Auktion 10-jähriger Anleihen Offerten in Höhe von 46,5 Mrd. Euro zusammenzubringen, gegenüber 10 Mrd. Euro, die es auf dem Markt zu schöpfen anstrebte. Ebenfalls überstiegen in Irland die Angebote den ausgeschriebenen Betrag von 4 Mrd. Euro um das Vierfache.

Es sei in Erinnerung gerufen, dass Griechenland sich auf dem Markt vor ungefähr einem Jahr mit der Emission einer 7-jährigen Anleihe ungefähr 3 Mrd. Euro geliehen hatte. Vor kurzem bewegte die Rendite der alten 5-Jahres-Anleihe sich auf dem Sekundärmarkt bei 3,03%. Die neue Anleihe wird eine Laufzeit von etwas über 5 Jahren haben. Die Analysten halten die Emission eines beschränkten Betrags von 2 – 3 Mrd. Euro mit einer Rendite der Größenordnung von 3,5% – 3,75% für möglich.

Es wird gewünscht, dass der erste Schritt der Rückkehr an die Märkte nach dem Ende des dritten Memorandums „unter Marktbedingungen“, also mit Renditen erfolgt, die dem Klima des Sekundärmarkts entsprechen werden, der in der Vergangenheit mit Emissionen „gefangen“ wurde, die nicht den Erwartungen der Investoren gerecht wurden … .

Politische Entwicklungen verzögerten Griechenlands neue Anleihe

Wie von Bankquellen betont wird, bedeutet letzteres, nicht versucht zu werden, den Markt zu niedrigeren Zinssätzen als solchen zu drängen, die er selbst als zufriedenstellen betrachten wird und die alle Aspekte des Landesrisikos (country risk) abdecken. Die „Interpretation“ dieser die Emission beherrschende Logik führt zu der Schlussfolgerung, dass die 5-Jahres-Anleihe sich, sofern nichts dazwischen kommt, bei Zinssätzen zwischen 3,55% und 3,65% bewegen wird.

Informationen zufolge war die Ausgabe der 5-Jahres-Anleihe seit einiger Zeit „emissionsfertig“, jedoch warteten das Finanzministerium und die „Agentur für Verwaltung öffentlicher Verschuldung“ die Normalisierung des politischen Umfelds ab, um sie auf die Bahn zu bringen. Die anfängliche Planung sah diese Emission unmittelbar nach dem Ende der Debatte über das Abkommen von Prespa in der vergangenen Woche vor. Der Zug wurde dann ab dem Moment aufgeschoben, in dem die Möglichkeit eines Misstrauensantrags seitens der amtierenden Opposition aufs Tapet gebracht wurde, der letztendlich nicht gestellt wurde. Dies reichte jedoch aus, damit die Emission aufgeschoben wird.

(Quelle: euro2day.gr)

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