Griechenlands Außenministerium verlor E-Mails

7. Dezember 2018 / Aufrufe: 358
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Das Außenministerium in Griechenland verlor infolge eines technischen Defekts seine gesamte alltägliche elektronische Korrespondenz seit 2005.

Infolge eines technischen Defekts in einem Festplatten-Rack / Server ging in Griechenlands Außenministeriums die gesamte E-Mail-Korrespondenz seit 2005 unwiderruflich verloren!

Laut einer Reportage des griechischen TV-Senders SKAI „explodierten fünf in einem Verbund betriebene Festplatten„, welchen Vorfall das Außenministerium sinngemäß bestätigte.

Anstatt Wartung für 15.000 Euro Neuanschaffung für 150.000 Euro

Einmal abgesehen davon, dass kaum – obendrein gleichzeitig – die verbauten fünf Festplatten „explodiert“ sind, sondern es wohl eher in dem „Rack“ … knallte, hatte dieser technische Defekt jedenfalls zur Folge, dass das griechische Außenministerium praktisch die gesamte elektronische Korrespondenz seit 2005 verlor. Wie erklärt wurde, betrifft dies zwar nicht die über einen separaten Server laufende „geheime / vertrauliche“ Korrespondenz, jedoch ist unter anderem der alltägliche Schriftverkehr mit den diplomatischen Vertretungen Griechenlands im Ausland (Botschaften, Konsulaten usw.) definitiv „weg“.

Journalistischen Informationen zufolge stammt das besagte Festplatten- / Serversystem aus dem Jahr 2005 und seit seiner damaligen Inbetriebnahme wurden nie weder turnusmäßig die Festplatten ausgetauscht noch überhaupt irgendwelche Wartungsarbeiten durchgeführt, aber auch keinerlei Sicherungskopien angelegt. Im Nachhinein soll nach einer Möglichkeit gesucht worden sein, die verlorenen Daten wiederherzustellen, angeblich fand sich jedoch kein Weg bzw. Anbieter, zu vertretbaren Kosten und zuverlässig die Daten zu rekonstruieren, die daraufhin von dem Außenministeriums als „von minderer Bedeutung“ charakterisiert wurden.

Bemerkenswert ist jedenfalls, dass der nicht nur fatale, sondern letztendlich auch äußerst peinliche Datenverlust vermieden worden wäre, wenn ein bereits im Jahr 2016 für die Wartung / Modernisierung des in Rede stehenden Systems beantragter Posten in Höhe von 15.000 Euro genehmigt worden wäre. Bezeichnenderweise bewilligte das Außenministerium nur zwei Tage nach dem (bereits im Mai 2018 eingetretenen, jedoch erst jetzt an die Öffentlichkeit gedrungenen …) „Crash“ prompt 150.000 Euro für Anschaffung und Einrichtung eines neuen Server- und Speichersystems für seine E-Mails … .

(Quellen: dikaiologitika.gr, SKAI)

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