Griechenland ist Steuerweltmeister

8. Dezember 2018 / Aufrufe: 314

Laut dem aktuellen Bericht der OECD ist Griechenland Weltmeister bei der Besteuerung.

Dem Bericht Revenue Statistics 2018 der OECD zufolge stiegen in Griechenland 2017 die gesamten Steuereinnahmen auf 39,4% des BIP, gegenüber 38,8% im Jahr 2016.

Hinsichtlich der Gesamtheit der Mitgliedsländer der OECD stiegen die Steuereinnahmen von 34% des BIP im Jahr 2016 auf 34,2% des BIP im Jahr 2017 und erreichten damit einen historischen Höchststand.

Griechenland schöpft die meisten Einnahmen aus indirekten Steuern

Das höchste Steuereinnahmen-Niveau hatten Frankreich (46,2% des BIP), Dänemark (46%), Belgien (44,6%) und Schweden (44%), das niedrigste dagegen Mexiko (16,2%), Chile (20,2%), Irland (22,8%) und die Türkei (24,9%). Die größten Erhöhungen im Vergleich zu 2016 verzeichneten 2017 Israel (1,4 Prozentpunkte wegen einer Steuerreform, welche die Einnahmen aus der Einkommensbesteuerung steigerte) und die USA (1,3 Prozentpunkte wegen der Sondersteuer für die Rückführung von Gewinnen aus dem Ausland). Insgesamt stiegen in 19 der 34 OECD-Länder die Steuereinnahmen hinsichtlich des BIP, während sie in den übrigen 15 Ländern sanken.

In der Periode ab 2007 bis 2017 verzeichnete Griechenland den größten Anstieg steuerlicher Einnahmen (von 31,2% auf 39,4% des BIP) unter den OECD-Ländern, während fünf weitere Länder (Frankreich, Japan, Mexiko, Holland und Slowakei) Anstiege von jeweils über 3 Prozentpunkten verzeichneten. In der selben Periode sanken die Steuereinnahmen in 15 OECD-Ländern, wobei die größten Rückgänge in Irland (von 30,4% auf 22% des BIP, hauptsächlich wegen des sehr großen Anstiegs des BIP im Jahr 2015) und in Norwegen (von 42,1% auf 38,2%) verzeichnet werden. Auf Basis der finalen Angaben über die Steuereinnahmen des Jahres 2016 wurden die größten Anstiege (im Verhältnis zu 2015) in Irland (um 15,3 Prozentpunkte), Griechenland (2,3), Holland (1,4), Lettland (1,2) und Korea (1,1) verzeichnet. Die größten Rückgänge verzeichneten Österreich (0,9 Prozentpunkte), Belgien (0,7) und Italien (0,5).

Was die Gliederung der Steuereinnahmen Griechenlands betrifft, bezieht sich der größte Teil auf die Besteuerung von Gütern und Dienstleistungen (also Mehrwertsteuer und übrige Verbrauchssteuern) und entspricht 15,4% des BIP. Es folgen die Einnahmen aus den Sozialabgaben (11,7% des BIP), aus der Besteuerung von Einkommen und Gewinnen (9% des BIP) und aus der Vermögensbesteuerung (3,2% des BIP). Ein Vergleich mit den Durchschnittswerten der OECD-Länder zeigt, dass Griechenland verhältnismäßig höhere Einnahmen aus der Besteuerung von Gütern und Dienstleistungen, Sozialabgaben und Vermögenssteuern (im OECD-Durchschnitt entsprechend 11,1%, 9,3% und 1,9% des BIP) und verhältnismäßig geringere Einnahmen aus der Besteuerung von Einkommen und Gewinnen (im OECD-Durchschnitt 11,4%) hat.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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