Ernährung strapaziert Einkommen in Griechenland

11. Dezember 2018 / Aufrufe: 314

Griechenlands Haushalte wenden einen erheblichen Teil des Einkommens für Nahrung auf.

Im Verhältnis zu dem Durchschnittswert der Europäischen Union geben die privaten Haushalte in Griechenland deutlich mehr für den Kauf von Lebensmitteln aus.

Den von dem Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) an die Öffentlichkeit gegebenen Daten zufolge werden in Griechenland fast 17% der Konsumausgaben der Griechen für Nahrung und alkoholfreie Getränke aufgewendet, während zur selben Zeit der Durchschnittswert bei den 28 EU-Mitgliedsstaaten 12,2% beträgt.

Relativ hohe Ernährungsausgaben sind häufig Anzeichen für Armut

Häufig zeigt der große Anteil von Ausgaben für Nahrung die Armut einer Gesellschaft auf, da die Einwohner verpflichtet sind, einen größeren Teil ihres Einkommens für das Notwendigste auszugeben. Nach den Ausgaben für Wohnen und Wohnungswartung und den Beförderungs- und Verkehrsausgaben ist der Lebensmittelkauf die drittgrößte Aufwendung in der EU.

Griechenland befindet sich im EU-Vergleich auf dem achten Platz, der mit Abstand höchste Anteil wurde jedoch in Rumänien verzeichnet, wo 27,8% der Konsumaufwendung für Nahrung und alkoholfreie Getränke bestimmt sind, also mehr als das Doppelte im Vergleich zum EU-Durchschnitt. Es folgen zwei weitere Staaten des ehemaligen Ostblocks, nämlich Litauen (21,6%) und Estland (20,3), welches Fakt die größere wirtschaftliche Knappheit reflektiert, der die Haushalte in diesen Regionen begegnen.

Am anderen Ende der Rangliste befinden sich Länder des europäischen Westens und Nordens. In Großbritannien widmen die Haushalte nur 8,2% ihrer Aufwendungen dem Kauf von Lebensmitteln, während der Anteil sich in Luxemburg auf 8,9% beläuft.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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