Änderungen bei Immobiliensteuern in Griechenland

13. Dezember 2018 / Aufrufe: 1.218

Ab 2019 kommen für Eigentümer von Immobilien in Griechenland signifikante Änderungen.

Eigentümer von Immobilien in Griechenland werden sich ab 2019 mit signifikanten Änderungen bei der Besteuerung ihrer Immobilien und einschlägiger Transaktionen konfrontiert sehen.

Konkret handelt es sich um Änderungen, die unmittelbar die Steuerlast beeinflussen werden, die Millionen Immobilieneigentümer zu zahlen aufgefordert sind, und sich im übrigen auch auf die steuerlichen Kosten sowohl des Besitzes als auch der Übertragung von Immobilien in Griechenland auswirken.

3 signifikante Änderungen bei Immobilienbesteuerung in Griechenland

Spezieller umfassen die in Griechenland ab 2019 in Kraft tretenden und kommenden Änderungen bei der Besteuerung von Immobilien:

– Anhebung der Einheitswerte in rund 4.000 Gebieten per Erhöhung der Zonenpreise.
Die Anhebung der sogenannten Zonenpreise wird ab dem 01 Januar 2019 zur Anwendung kommen und alle Immobiliensteuern außer der sogenannten „Einheitlichen Immobilien-Besitzsteuer“ (ENFIA) betreffen, da für letztere die erhöhten Einheitswerte bereits 2018 galten. Mit der Anhebung der einschlägigen Zonenpreise werden sich die steuerlichen Kosten für die Übertragungen von Immobilien erhöhen, wie es die Steuern auf Transaktionen und elterliche Zuwendungen, die Notarkosten und eine Reihe weiterer Abgaben, Gebühren und Provisionen sind. In diesen Gebieten lohnt es sich folglich für die Eigentümer, noch vor Ende des Jahres 2018 zu Übereignungen und elterlichen Zuwendungen zu schreiten, um die heutigen – niedrigeren – Steuerwerte zu nutzen zu schaffen.
Andererseits werden die Zonenpreise in ungefähr 2.1000 Gebieten gesenkt werden. In diesen Gebieten lohnt es sich für die Eigentümer, den Jahreswechsel abzuwarten um zu dem Kauf einer Immobilie oder einer sogenannten elterlichen Zuwendung zu schreiten.

– Erneute Anhebung der Einheitswerte innerhalb des Jahres 2019.
Die Vereinbarung zwischen der griechischen Regierung und den „Institutionen“ (sprich Gläubigern Griechenlands) bezüglich der post-memorandischen Periode sieht vor, dass in den ungefähr 4.000 Gebieten, in denen die Zonenpreise anzuheben gewesen wären um an die Marktpreise angeglichen zu werden, die Anhebung in drei gleichen jährlichen „Raten“ erfolgen wird. Die erste Anhebung erfolgte bereits 2018 und es kommt eine zweite Anhebung im Jahr 2019. Ebenfalls ist vereinbart worden, dass 2020 eine dritte Anhebung verwirklicht wird.
Es ist anzumerken, dass diese – von der griechischen Regierung gewählte (!) – Lösung in ihrer Konsistenz eine starke Dosis politischen Opportunismus hatte, da die meisten Gebiete, in denen die Zonenpreise angehoben werden müssen um an die Marktwerte angeglichen zu werden, die „volkstümlichen“ Wohngebiete, also Gebiete mit niedrigen Zonenpreisen sind (wie beispielsweise im Westen Athens und Thessalonikis).

– Aussetzung der Zugewinnsteuer bei den Immobilien für ein weiteres Jahr.
Es gilt praktisch als gegeben, dass die Anwendung der sogenannten Zugewinnsteuer bei Immobilien auch für 2019 ausgesetzt wird. Dies wird damit die dritte aufeinanderfolgende Aussetzung der (bereits 2014 beschlossenen …) besagten Steuer sein und damit begründet, dass sie voraussichtlich viele Probleme bei den Immobilientransaktionen schaffen wird, ohne signifikante Steuereinnahmen einzubringen.
Es sei angemerkt, dass die (den Verkäufer belastende!) „Zugewinnsteuer“ mit einem Satz von 15% auf die Differenz zwischen dem – gegebenenfalls fiktiv festgestellten – „Erlangungs- / Einstandswert“ und dem Preis der Übertragung einer Immobilie veranschlagt wird.

(Quelle: capital.gr, Autor: Spyros Dimitrelis)

Kommentare sind geschlossen