Neue Bombe für Griechenlands Banken

17. November 2018 / Aufrufe: 571

Die angekündigte Herabstufung dreier Banken Griechenlands in den Index MSCI Small Cap führte umgehend zu neuen Turbulenzen.

Die am 14 November 2018 bekannt gewordene Entfernung dreier griechischer  Bankaktien aus dem Index „Standard Greece“ des US-amerikanischen Finanzdienstleisters MSCI war das Signal, das eine neue Welle starker Erschütterungen in der Branche initiierte und die Athener Börse auf Niveaus von 634 Punkten drückte.

Konkret handelt es sich um die Aktien der Nationalbank Griechenlands, der Piräus Bank und der Eurobank, die im Rahmen der sechsmonatigen Revision des MSCI von dem Index MSCI Standard Greece entfernt werden.

Herabstufung bereitet Griechenlands Banken neue Kopfschmerzen

Infolge einer Abwertung werden die Aktien der drei besagten griechischen Banken fortan auf den Nebenwert-Index „MSCI Small Cap gesetzt“ werden, was zu einer Stunde, wo Griechenlands Banken darum kämpfen, die Last der sogenannten „roten“ Kredite zu reduzieren und das Interesse der ausländischen Funds anzuziehen, neue Kopfschmerzen zu bereiten kommt.

Die ab dem 30 November 2018 in Kraft tretenden Änderungen belassen nur die Alpha Bank und die Aktien weiterer fünf griechischer Gesellschaften auf dem Index MSCI Standard Greece: OTE, OPAP, Jumbo, Motor Oil, Titan. Weiter sei angemerkt, dass von dem Index MSCI Small Cap, auf den die drei Banken gesetzt werden, die Ellaktor gestrichen wird.

Goldman Sachs schätzte ein, die Entfernung der Nationalbank Griechenlands, Piräus Bank und Eurobank von dem Index MSCI Standard Greece große Abflüsse bringen wird. Die internationale Agentur „sieht“ für die Eurobank Abflüsse von 35.200.000 Dollar (55.820.000 Aktien), für die Nationalbank Abflüsse im Wert von 24.500.000 Dollar (16.490.000 Aktien) und für die Piräus Bank Abflüsse im Wert von 10.470.000 Dollar (8.500.000 Aktien).

Griechenlands Banken erlitten erneut massive Kursverluste

Am 14 November 2018 schloss der Generalindex der Börse Athen mit Verlusten von 1,45% bei 634,64 Punkten ab, während der Standardwert-Index mit Verlusten von 1,74% bei 1.668,72 Punkten abschloss. Der Bankenindex schloss mit einem Rückgang von 7,10% bei 484,21 Punkten. Die Nationalbank Griechenlands schloss auf der Kurstafel mit Verlusten von 13,20% ab, gefolgt von der Eurobank mit -9,84%, Piräus Bank mit -6,12% und Alpha Bank mit -2,96%.

Parallel die Investitionspsychologie parallel belastend ist sowohl die „Demontage“ des jüngst von der Griechischen Bank präsentierten Plans bezüglich der „roten“ Kredite durch die Investoren sowie hauptsächlich der Anstieg der Renditen der griechischen Anleihen im Nachhall des Anstiegs der Finanzierungskosten Italiens. Die griechische Zehnjahres-Anleihe verzeichnete eine Rendite von 4,51% und die Fünfjahres-Anleihe eine Rendite von 3,51%.

(Quelle: dimokratianews.gr)

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