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Griechenland will NPLs wegzaubern

Griechenland will NPLs wegzaubern

16. November 2018 / Aufrufe: 410

Die Griechische Bank soll an einem merkwürdigen Plan arbeiten, um die griechischen Banken mittels eines Buchungstrick um 42 Milliarden Euro zu entlasten.

Laut Bloomberg arbeitet die Griechische Bank (TtE) an einem Plan … mit vielen trüben Punkten zur Reduzierung der „roten“, sprich notleidenden Kredite (NPL) um 42 Mrd. Euro.

Der besagte Plan wird unter anderem die Abtretung seitens der Banken ihres halben sich aus der aufgeschobenen Steuer ergeben habenden Kapitals an eine (Sonder-) Zweckgesellschaft (SPV) umfassen, die wiederum mittels Anleihen einen Teil der „roten“ Kredite der griechischen Banken aufkaufen wird.

Griechenlands Banken sollen sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen

Damit der Plan verständlich wird, ist eingangs zu erklären, wie sich die Einnahmen mittels der aufgeschobenen Steuer ergeben. Es handelt sich praktisch um eine Buchungsmaßnahme, die zur kapitalbezogenen Stützung der Banken nach den großen Verlusten angewendet (um nicht zu sagen „ausgeheckt“) wurde, die mit dem „Schnitt“ der griechischen Anleihen (PSI) und den massenhaften Streichungen nicht bedienter / notleidender Kredite (NPL) in den vergangenen Jahren verzeichnet wurden.

Auf Basis der Gesetzgebung wird das negative Ergebnis (ungefähr 60 Mrd. Euro) mit den Gewinnen der nächsten 20 Jahre verrechnet. Als Resultat bezahlen die Banken in diesem Zeitraum keine Steuern auf die von ihnen ausgewiesenen Gewinne, bis der erforderliche Betrag von ungefähr 19 Mrd. Euro „ausgeschöpft“ wird, der derzeit der ausgesetzten Besteuerung entspricht. Die Banken haben also auf jeden Fall etwas von dem Fiskus zu bekommen. All dies natürlich auf dem Papier.

Nun kommt die Griechische Bank um den folgenden seltsamen Plan zur Verwertung der konkreten Posten vorzuschlagen: Wie die Quellen sagen, auf die sich Bloomberg beruft, werden die griechischen Banken ungefähr 50% der Ansprüche aus aufgeschobener Besteuerung auf ein „Sonderzweckvehikel“ transferieren, das im weiteren Verlauf Anleihen verkaufen und das Kapital verwerten wird, um ungefähr 42 Mrd. Euro an „roten“ Krediten von den Bankiers zu kaufen.

Der Vorteil dieses Plans ist laut Funktionären der TtE, dass die – weil als Verbindlichkeit des Fiskus verbuchte – aufgeschobene Steuer nicht als staatliche Unterstützung an die Banken betrachtet werden kann. Die Leitungen der Banken haben sich ihrerseits gegenüber dem SSM verpflichtet, ihre „roten“ Kredite bis 2021 um 60% zu reduzieren.

Zur Substanz – Wer wird letztendlich die Zeche zahlen?

Die Pläne zur Reduzierung der „roten“ Kredite sind schön und gut, solange die „Zeche“ für die Rettung der Banken nicht wieder der Steuerzahler begleicht. Weil der – wie an die Agentur Bloomberg durchgesickerte – Vorschlag der Griechischen Bank auf öffentlichen Geldern zu basieren scheint.

Und die besagten 19 Mrd. Euro können für Griechenlands Banken wirklich eine „Buchungsstütze“ mittels der aufgeschobenen Steuer sein. Wenn jedoch etwas schief läuft, wird das Finanzministerium aufgerufen sein, dieses Loch bei den Banken mit öffentlichen Geldern zu decken. Weil solche Probleme bekanntlich nicht mit den Krediten der „Institutionen“ gelöst werden.

(Quelle: dimokratianews.gr, Reportage: Stelios Kraloglou)

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