Wohin die Flüchtlingshilfe für Griechenland fließt

14. Oktober 2018 / Aufrufe: 454
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Die viele hundert Millionen betragenden Geldern für die Bewältigung der Flüchtlingskrise in Griechenland fließen zum größten Teil an internationale Organisationen und NRO.

Die Europäische Kommission gab Daten darüber heraus, wie und an wen die von der EU für das Flüchtlingsproblem gegebenen 1,69 Mrd. Euro verteilt wurden.

Laut der griechischen Nachrichtenagentur ANA – MNA werden die Gelder für die Handhabung des Flüchtlings- und Immigrantenproblems in Griechenland folgendermaßen zugeteilt:

Bisher für Flüchtlinge in Griechenland genehmigte Gelder

Erstens hat Griechenland im Rahmen der nationalen Programme der Periode 2014 – 2010 einen Anspruch auf 561 Mio. Euro, davon 322,8 Mio. Euro von dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) und 238,2 Mio. Euro von dem Europäischen Fonds für innere Sicherheit (ISF). Von den 561 Mio. Euro sind bis Oktober 2019 insgesamt 164 Mio. Euro ausgezahlt worden.

Zweitens hat die Kommission mittels des AMIF und des ISF seit 2015 bis heute eine Nothilfe in Höhe von 481 Mio. Euro genehmigt. Davon werden 233 Mio. Euro direkt an die griechischen Behörden, 150 Mio. Euro an das UNHCR, 72 Mio. Euro an die IOM und 26 Mio. Euro an das EASO zugeteilt.

Drittens hat das von dem Kommissar für Humanitäre Hilfe und Krisenmanagement Christos Stylianidis verwaltete Programm „Notfallunterstützung für Integration und Unterkunft“ (ESTIA) für Griechenland seit März 2016 insgesamt 650 Mio. Euro genehmigt, wovon 606,3 Mio. Euro bereits kontrahiert wurden. Berechtigte der Finanzierungen seitens des Notfallstützungs-Programms sind nur internationale Organisationen und Nichtregierungsorganisationen. Griechenland ist das einzige Land der EU, das aus diesem Fonds humanitäre Hilfe für die Flüchtlinge erhält.

Löwenanteil der Hilfsgelder floss an die sogenannten NRO

Die Partner der EU, mittels derer die humanitäre Hilfe für die Flüchtlinge in Griechenland zugeteilt wird, und die von ihnen erhaltenen Beträge sind folgende:

  • UNHCR (356.670.000 Euro)
  • IOM (47.700.000 Euro)
  • Danish Refugee Council (44.500.000 Euro)
  • International Rescue Committee (28.740.000 Euro)
  • ΙFRC (17.600.000 Euro)
  • Norwegian Refugee Council (17.300.000 Euro)
  • Arbeiter-Samariter-Bund (15.260.000 Euro)
  • UNICEF (14.800.000 Euro)
  • Medecins du Monde (14.300.000 Euro)
  • OXFAM (13.500.000 Euro)
  • Save the Children (9.650.000 Euro)
  • Mercy Corps (6.570.000. Euro)
  • Terre des Hommes (5.830.000 Euro)
  • CARE Germany (3.730.000 Euro)
  • Spanish Red Cross (2.000.000 Euro)
  • Μetadrasi (1.000.000 Euro)
  • Smile of the Child ( 800.000 Euro)

Was die mittels AMIF und ISF zugeteilten an die griechischen Behörden zugeteilten Mittel in Höhe von 233.000.000 Euro betrifft, sind diese folgendermaßen genehmigt und schrittweise ausgezahlt worden:

  • Verteidigungsministerium, 127.730.000 Euro
  • Gesundheitsministerium, 27.450.000 Euro
  • Innenministerium, 26.950.000 Euro
  • Ministerium für Infrastrukturen und Transportwesen, 12.760.000 Euro
  • Ministerium für Migrationspolitk, 10.420.000 Euro

Vor der Unterzeichnung mit der Türkei im März 2016 waren die folgenden Beträge zugeteilt worden:

  • Erstaufnahme-Behörde, 8.350.000 Euro
  • Griechische Polizei, 5.580.000 Euro
  • Generalsekretariat für Koordination, 6.000.000 Euro
  • Griechische Hafenpolizei, 6.670.000 Euro
  • Asylbehörde, 1.180.000 Euro

(Quelle: dimokratianews.gr)

  1. navy
    15. Oktober 2018, 22:15 | #1

    war doch im Balkan, Kosovo, Albanien oder Haiti immer so. 90 % wird gestohlen, der Rest geht für PR drauf. CARE Deutschland, Arbeiter Samariter Bund. UNHCR . IOM hat sogar mit Sutherland, einen Goldman & Sachs Manager usw..

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