Griechenlands Haushalte geben viel für Kleidung aus

16. Oktober 2018 / Aufrufe: 236

Die Haushalte in Griechenland brachten im Jahr 2017 fast 6 Prozent ihres Einkommens für den Kauf von Kleidung und Schuhen auf.

Wie anlässlich der Jahreserhebung der nationalen Statistikbehörde ELSTAT die in Thessaloniki ansässige Hellenic Fashion Industry Association (SEPEE) am 09 Oktober 2018 in ihrer Bekanntmachung betonte, blieb 2017 der in Griechenland für Käufe in der Kategorie der Kleidung aufgebrachte Anteil des Einkommens der Haushalte einer der höchsten in Europa.

Laut der SEPEE erreichte in Griechenland der Ausgabenanteil für Kleidung und Schuhe im vergangen Jahr 5,8%, während der entsprechende Anteil in den meisten entwickelten Ländern wie Deutschland, Frankreich, England und Italien zwischen 4% und 5,1% schwankt (wozu allerdings anzumerken ist, dass in diesen Ländern die Aufwendungen für Wohnen, Beförderung usw. traditionell höher sind).

Krise ließ in Griechenland den Konsum bei Kleidung und Schuhen abstürzen

Die Gesamtaufwendung je Haushalt – als Anteil des Einkommens – wiederum differenziert sich analog zum Alter der Familienmitglieder. Beispielsweise gaben die Haushalte mit zwei Kindern im Alter von unter 16 Jahren 7,4% ihres Einkommens für Kleidung aus, im Gegensatz zu der Kategorie der Einzelpersonen im Alter von über 65 Jahren, wo der entsprechende Anteil auf 3,5% fällt.

Im Verhältnis zu 2016 verzeichneten im vergangenen Jahr die Ausgaben der griechischen Haushalte für Kleidung und Schuhe derweilen einen kleinen Anstieg um 0,2%. Die durchschnittlichen jährlichen Aufwendungen für die Kategorie Kleidung – Schuhe erreichten in Griechenland 2017 je Person 382 Euro. Der gesamte Jahreskonsum an Kleidung – Schuhen belief sich in Griechenland 2017 auf ungefähr 4 Mrd. Euro.

Im Gespräch mit der griechischen Nachrichtenagentur ANA-MNA sprach der Direktor der SEPEE, Theofilos Aslanidis, von einem heftigen Rückgang des Konsums bei Kleidung – Schuhen in den Jahren der Krise, der erst nach 2015 wieder zu steigen begann. „Im Jahr 2008 hatten die Griechen für Kleidung und Schuhe etwa 8,5 Mrd. Euro ausgegeben, womit der Konsum sich in 8,2% ihres Einkommens ausdrückte. 2009 begann der Rückgang und das schlimmste Jahr war 2013, als der Konsum um rund 5% sank. Ab 2014 und 2015 begann er wieder zaghaft zu steigen, bis wir bei dem Ergebnis des Jahres 2017 angelangten„, erklärte er.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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