Verpflichtungen für Kurzzeitvermieter in Griechenland

4. September 2018 / Aufrufe: 653

Die POMIDA informiert Eigentümer in Griechenland belegener Immobilien über die aktualisierten Verpflichtungen im Rahmen sogenannter privater Kurzzeitvermietungen.

Die „Panhellenische Föderation der Immobilieneigentümer“ (POMIDA) gab für ihre Mitglieder und jeden interessierten Eigentümer einer Immobilie in Griechenland eine Informationsschrift in Zusammenhang mit dem Betrieb des sogenannten „Kurzzeit(ver)mietungs-Registers“ heraus.

Der Verband teilt mit, dass ab dem 30 August 2018 das auf der Website der sogenannten Unabhängigen Behörde für öffentliche Einnahmen (AADE) geführte elektronische Register für Kurzzeitmietungs-Immobilien in Betrieb genommen und parallel im Regierungsanzeiger (FEK) der Runderlass POL 1170/2018 veröffentlicht wurde, der den vorherigen Erlass 1187/2017 bezüglich der Kurzzeitmietung von Immobilien im Rahmen der sogenannten „Sharing Economy“ über „Bestimmung der Form und des Inhalts der ‚Kurzaufenthaltsdeklaration‘“ modifiziert.

Meldefrist, Verwalter, Registrierung und Deklaration

Laut der POMIDA sind die hauptsächlichen Änderungen folgende:

  1. Meldefrist. Die praktisch nicht haltbare und undurchführbare Verpflichtung zur Deklaration jeder Kurzzeitmietung „bis Mitternacht des nächsten Werktags ab dem Aufbruch des Mieters aus dem Mietobjekt“ oder der Stornierung der Buchung wurde gestrichen. Die neue Regelung sieht vor, dass die sogenannten „Kurzaufenthalts-Deklarationen“ bis zum 20. des Folgemonats ab dem Tag des Aufbruchs des Mieters aus der „Immobilie“ einzureichen sind. Im Fall einer Stornierung der Kurzzeitmietung und wenn auf Basis der Stornierungspolitik eine Mietzahlung seitens des Mieters vorgesehen ist, ist ebenfalls bis zum 20. des Folgemonats ab der Stornierung eine anfängliche „Kurzaufenthaltsdeklaration“ einzureichen.
  2. Verwalter. Für jede einzelne Immobilie können mehr als ein „Verwalter“ bestimmt werden, allerdings unter der Voraussetzung, dass jeder von diesen auf einer unterschiedlichen digitalen Plattform tätig ist.
  3. Registrierung – Einreichung von Aufstellungen. Die verpflichteten Personen, die ab dem 01 Januar 2018 und bis zur Inbetriebnahme der Anwendung des „Registers für Kurzaufenthaltsimmobilien“ Kurzzeitmietungen abgeschlossen haben, schreiben sich bis zum 30 November 2018 in das vorstehende Register ein. Zusätzlich reichen sie bis zum 30 November 2018 je Immobilie eine zusammenfassende „Kurzaufenthaltsdeklaration“ ein, in der sie alle ab dem 01 Januar 2018 und bis zum Datum der Inbetriebnahme der Anwendung (30 August 2018) eingegangenen Kurzmietungen einbeziehen.

Speziell bezüglich der Personen, die ab dem 01 Januar 2018 und bis zur Inbetriebnahme der Anwendung des „Registers für Kurzaufenthaltsimmobilien“ im Rahmen der Sharing-Wirtschaft Kurzzeitvermietungen eingegangen sind und sich nicht in diesem (Register) zu registrieren vermögen, haben diese die Einkommen, die sie aus der Kurzzeitvermietung ihnen gehörender Sharings-Wirtschafts-Immobilien erwarben, unterscheidbar und zusammenfassend nur in den Formularen der Einkommensteuererklärungen für das Steuerjahr 2018 zu deklarieren.

Unterscheidung zwischen „Sharing“ und gewerblicher Vermietung

Folglich bestehen die Verpflichtungen der Vermieter / Verwalter von Kurzzeitmietungen in:

  1. Eintragung der Angaben zu Vermieter und Immobilie in den neuen Anwendungen der AADE für die Kurzzeitmietungen bis zum 30 November 2018 und Einreichung der Angaben zu den diesjährigen Mietungen bis zum selben Datum.
  2. Einreichung einer „Kurzaufenthalts-Deklaration“ bis zum 20. des Folgemonats ab dem Tag des Aufbruchs des Mieters aus der „Immobilie“ oder eventuellen Stornierung einer bezahlten Buchung.
  3. Deklaration der Mieteinnahmen in der jährlichen Einkommensteuererklärung des Folgejahrs.

Es sei in Erinnerung gerufen, dass der gesetzliche Rahmen für die im Rahmen der sogenannten „Sharing-Wirtschaft“ mittels digitaler Plattformen abgeschlossenen Kurzzeitvermietungen von Artikel 111 des Gesetzes N. 4446/2016 bestimmt wird, wie dieser mit Artikel 36 N. 4465/2017 (FEK A 47/03.03.2017) modifiziert worden war und schließlich durch die Artikel 83 und 84 N. 4472/2017 (FEK A 74/19.05.2017) ersetzt wurde.

Es ist eindeutig, dass diese (Kurzzeit-) Mietungen – sofern keine zusätzlichen Dienstleistungen erbracht werden – rechtlich eine Sonderkategorie bürgerlicher Mietungen über Nutzung einer Wohnung in der Form des vorläufigen Aufenthalts darstellen, in denen ohne Einschränkung durch Unvereinbarkeiten usw. jede natürliche oder juristische Vermieter sein kann, und zwar ohne steuerlich oder rechtlich einen gewerblichen oder beruflichen Status zu erwerben oder einen separaten Tätigkeits-Code zugewiesen bekommen zu müssen.

Besagte Mietungen unterscheiden sich klar von den Mietungen touristischer Unterkünfte nach Gesetz 4276/2014 und insbesondere den lizenzierten „Möblierten Fremdenzimmern / -wohnungen“ nach Fall cc des Artikels 1 des vorstehenden Gesetzes, deren Vermietung ausschließlich als unternehmerische Aktivität erfolgt und von einer Erbringung auch anderer Services begleitet ist, was von den Bestimmungen des N. 4446/2016, Artikel 111 über Kurzzeitmietungen explizit untersagt ist. Von diesen Mietungen unterschieden sie sich ebenfalls darin, dass die Kurzzeit(ver)mieter weder mit der MwSt. noch einer Aufenthaltsabgabe belastet werden, was in völligem Gegensatz zu den (Ver-) Mietern „Möblierter Fremdenzimmer / -wohnungen“ steht, die beide Belastungen zu entrichten / abzuführen schulden.

(Quelle: dikaiologitika.gr, Autor: Giorgos Antonopoulos)

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