Griechenlands Reeder kaufen deutsche Schiffe

26. September 2018 / Aufrufe: 514

Griechische Reeder kaufen haufenweise Schiffe aus Deutschland ein.

Wie das Wall Street Journal (WJS) unter Berufung auf Angaben des Verbands Deutscher Reeder (VDR) schreibt, haben seit 2015 griechische Reeder 140 Schiffe mit einer Gesamtkapazität von 4,6 Mio. Tonnen aus Deutschland gekauft.

Der anhaltende Rückgang der Frachtgelder und die nicht bedienten Kredite haben zu einer signifikanten Reduzierung der Handelsflotte Deutschlands geführt, schreibt das Wall Street Journal. „Die mangelnde Finanzierung für die Schiffe und das Unvermögen zur Deckung von Zinsen und Primärzahlungen hatten massenhafte Verkäufe deutscher Schiffe zur Folge„, unterstrich der Präsident der deutschen Reeder, Alfred Hartmann.

Deutschlands Handelsflotte schrumpfte seit 2012 um 1.400 Schiffe

Die Fakten des VDR zeigen, dass die Schiffe unter deutscher Flagge derzeit 2.400 zählen, während ihre Anzahl im Jahr 2012 rund 3.800 erreichte. Was die Gesamttonnage betrifft, zeigt ihr Wert einen Rückgang um ein Viertel. „Die meisten Schiffe unter deutscher Flagge gingen an über reichlich Bargeld verfügende griechische Eigentümer (140 Schiffe), gefolgt von Käufern aus China (70 Schiffe) und Singapur (50 Schiffe)„, merkt die amerikanische Zeitung an.

Im schlimmsten Fall hat es Verkäufe fünf Jahre alter Schiffe zu besonders niedrigen Preisen gegeben – zum doppelten Schrottpreis oder mit 70% Nachlass„,  erklärte gegenüber dem WSJ Wasilios Karatzas, geschäftsführender Vorstand der „Karatzas Marine Advisors“ mit Sitz in New York, die über Insolvenzverwalter am Verkauf vieler Schiffe beteiligt ist.

(Quellen: dikaiologitika.gr, wsj.com)

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