Fraport erhöht Flughafengebühren in Griechenland

21. September 2018 / Aufrufe: 960

Die Fraport Greece wird ab April 2019 bei von ihr verwalteten Flughäfen in Griechenland zu Erhöhungen der Gebühren um über 40 Prozent schreiten.

Die Fraport Greece wird ab dem 01 April 2019 zur Erhöhung der Verwaltungsgebühren bei den Flughäfen schreiten, auf denen bis Ende des Jahres 2018 die im Gang befindlichen Arbeiten abgeschlossen werden sollen (Chania, Kavala, Zante).

Dies gab aus Thessaloniki der Geschäftsführende Vorstand der Fraport Greece, Alexander Zinell bekannt.

Fraport hebt Flughafengebühren je Passagier um über 40% an!

Gemäß dem Vertrag, den die Fraport Greece mit dem griechischen Staat bezüglich der Übernahme der Provinzflughäfen unterzeichnet hat, kann die Gesellschaft mit der Vollendung der (Instandsetzungs- / Modernisierungs-) Arbeiten die Belastung für die Flughafenverwaltung von 13 Euro auf 18,50 Euro je Passagier erhöhen.

Es werden weitere Gebührenerhöhungen folgen, wenn die Arbeiten auf den Flughäfen Rhodos, Kefalonia, Mytilini, Skiathos, Aktiou, Damos und später Thessaloniki, Mykonos, Santorin, Karfu und Kos abgeschlossen werden. Wie Alexander Zinell klarstellte, ist die Vollendung der Arbeiten von einer unabhängigen Ingenieurs-Gesellschaft bescheinigt und eine entsprechende Bescheinigung ausgestellt werden.

Die Fraport Greece wird ab November 2018 Verhandlungen mit den Fluggesellschaften über die neuen Gebühren beginnen und das Prozedere einer Vereinbarung mit der heutigen Zivil-Luftfahrtsbehörde (YPA) wird umgehend nach der offiziellen Erteilung der Bescheinigung eingeleitet werden.

Was schließlich das Passagieraufkommen auf den von der Fraport verwalteten peripheren Flughäfen in Griechenland betrifft, brachte Alexander Zinell seinen Optimismus zum Ausdruck und unterstrich dabei, dass es sich im Jahr 2018 über den anfänglichen Prognosen der Gesellschaft bewegen wird.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. JOHANNES HOFMANN
    21. September 2018, 23:13 | #1

    Schon schade, dass Griechenland nicht geschafft hat, eine wichtige Einnahmequelle zu sichern; vermutlich ist es daran gescheitert, dass die erforderlichen Investitionsmittel nicht bereitgestellt werden konnten und partout keine kompetente, parteiepolitisch unabhängige und effiziente Führungstruppe zum Zug kommt.
    Allein auf Korfu werden 2019 knapp 4 Mio Passagiere erwartet (gegenüber 2,9 Mio im Jahr 2017); da sind zusätzliche 4 E pro Passagier schon eine gute Zahl. Hinzu kommen die Einnahmen aus den – vermutlich mit EU-Beihilfen finanzierten – „Modernisierungsarbeiten“, sprich in bester Fraport-Manier zu Shoppingmeilen um- und angebaute Terminalgebaeude; denke, das war eine Investition mit aussergewöhnlich guter Rendite.
    Schade, Griechenland, ein Ast auf dem ihr gesessen habt, ist nun durch …

  2. iwasoisbessa
    25. September 2018, 15:10 | #2

    Hat wirklich niemand mitbekommen, dass die „großzügigen“ Geldgeber – mit Ihrem Ex-Finanzminister an der Spitze – die griechische Regierung zu den „Privatisierungen“ gezwungen haben?
    Es hat einen mehr als schalen Nachgeschmack, dass durch diese Erpressung ausgerechnet eine halbstaatliche deutsche Firma zum Zug gekommen ist und hohen Profit daraus schlägt … und im Übrigen nur die Flughäfen übernommen hat, die schon profitabel waren. Und in den Vertrag auch noch hinein reklamiert hat, dass das griechische Volk das ganze Risiko zu tragen hat.

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