Belgien will Griechenland 222 Millionen Euro erstatten

1. September 2018 / Aufrufe: 273
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Belgien beabsichtigt, Griechenland Gewinne von 222 Millionen Euro zahlen, die seine Zentralbank aus dem Aufkauf griechischer Staatsanleihen erzielte.

Die Zeitung L‘ Echo berichtete, Belgien werde im Rahmen der Bereitstellung der Buchgewinne, welche die Zentralbanken aus den griechischen Staatsanleihen erzielten, schrittweise insgesamt 221,8 Mio. Euro an Athen zahlen.

In diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass Mario Draghi im Oktober 2017 die Gewinne der Zentralbanken aus griechischen Staatsanleihen allein im Rahmen des Euro-Systems auf 7,8 Milliarden Euro bezifferte.

Rückzahlungen sollen in Schuldendienst und Investitionen fließen

Inmitten der Krise war die Europäische Zentralbank (EZB) 2010 zum Rückkauf griechischer öffentlicher Verschuldung geschritten, was dem Euro-System (EZB und nationalen Zentralbanken) gestattete, Gewinne zu realisieren. Am 22 Juli 2018 vereinbarten die Mitgliedstaaten der Eurozone, im Rahmen der Vollendung des 3. Finanzierungsprogramms („Memorandums“) für Griechenland diese Gewinne an das Land auszuzahlen. Die Transaktionen werden ab diesem Jahr und bis 2022 jeweils im Dezember und im Juni stattfinden. Die Gelder werden zur Senkung der Finanzierungsbedürfnisse Griechenland oder für die Finanzierung von Investitionen verwendet werden, die das ‚grüne Licht‘ der Gläubiger erhalten werden„.

Die Beträge je Land sind noch nicht bekannt gegeben worden, die L‘ Echo berichtet jedoch, diese Information von dem belgischen Finanzministerium erhalten zu haben. Weiter sei angemerkt, dass die besagten Zahlungen von der Erfüllung der seitens der griechischen Regierung eingegangenen „post-memorandischen“ Verpflichtungen abhängig sein sollen.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. GR-Block
    1. September 2018, 13:49 | #1

    Herr Papandreou hatte 2010 zugestimmt, unter der Bezeichnung „Securities Market Programme“ (SMP), faule europäische Kredite nach GR zu transferieren um sie dort zu waschen. Folglich legte GR entsprechende Anleihen für die Partner auf, die gierig aufgesogen wurden – natürlich nur unter der Vereinbarung, dass etwaige Zinsgewinne, umgehend zurücküberwiesen werden, damit GR keine finanziellen Nachteile durch die „Eurorettung“ entstehen.
    Von den 3,4 Mrd € Gewinnen, die die BRD gemacht hatte, wurden in den Jahren des heiligen Samariters (2013) lediglich 527 Mio. und (2014) 387 Mio. rückerstattet. Weil aber Herr Samaras mit dem zweiten Programm die „Eurorettung“ als erledigt sah, ließ man ihn fallen. Für die Unterzeichnung eines dritten Programms musste wieder die Sozialdemokratie her, die sich damals noch „radikale“ Linke nannte. Der europäische Shitstorm, der extra dafür losgetreten wurde, sollte dabei die Sympathie der rebellischen Griechen für den „dritten“ Weg … ins dritte Memorandum. wecken. Weil aber die „Radikalen“ irrtümlicherweise bis zum Referendum 2015 darauf bestanden, dass zuvor der Zeitplan der „Erleichterungen“ offengelegt wird, hatte man die Rückerstattungen vorerst eingefroren. Jetzt aber, da das dritte Programm zu Ende ist, zieht Belgien nach. Mal sehen, wer der nächste ist und wann (!) der zahlt.
    Denn die Frage, ob ein viertes Eurorettungsprogramm aufgelegt wird, ist noch offen. Es besteht dafür sehr wohl eine Chance, nämlich dann, wenn Tsipras 2019 abgewählt wird. Jeder der drei bisherigen Ministerpräsidenten hatte nur EIN Programm genehmigt. Die beiden ersten wurden daraufhin von ihren EU-Partnern hinausgeputscht, nachdem zuvor mit dem Nachfolger ein Deal gemacht wurde. Schafft die EU das auch mit Tsipras, geht die „Eurorettung“ … εἰς τοὺς αἰῶνας τῶν αἰώνων, sprich auf immer und ewig weiter.

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