Griechenlands Exporte stiegen um 37 Prozent

4. August 2018 / Aufrufe: 1
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Laut einer Studie der griechischen Nationalbank stiegen die Exporte Griechenlands in der Periode 2009 – 2017 um 37 Prozent an.

In einer Studie der Nationalbank wird betont, dass die griechischen Unternehmen in der Periode der Krise auf der Suche nach Stützen den dynamischen Verlauf des internationalen Handels ausnutzten, wobei die griechischen Exporte um 37% anstiegen.

Allerdings war die internationale Dynamik stärker, was den Verlust internationaler Marktanteile (von 0,21% auf 0,16% in den letzten acht Jahren) zum Resultat hatte.

18 „dynamische“ Produkte der Exportwirtschaft Griechenlands

Aus der von der Direktion für Wirtschaftsanalyse der Nationalbank ausgearbeiteten neuen Studie separiert sich ein Kern 18 „dynamischer“ Produkte, die 1/3 der griechischen Exporte darstellen und während der Periode 2009 – 2017 einen Anstieg der Exporte um 71% erzielten (gegenüber 37% der Gesamtheit und 25% der übrigen Exporte außer Erdölprodukten). Zweck der besagten Studie ist die Aufzeigung dieser Produkte, ihrer speziellen Charakteristika sowie auch ihres Beitrags zum BIP.

Detaillierter schuf laut der Studie die signifikante Entwicklung des internationalen Handels mit einem Rhythmus von 9% jährlich während der letzten acht Jahre und China (und sekundär Lateinamerika, Südkorea und Südafrika) als Antriebskraft ein günstiges Umfeld für das Wachstum der griechischen Exporte. Die griechischen Exporte außerhalb der EU stiegen während der Dauer der Krise um 3% jährlich an (gegenüber 7% jährlich vor der Krise, hauptsächlich wegen des Rückgangs in den USA, Albanien und FYROM), während die griechischen Exporte innerhalb der EU ihren Anstieg-Rhythmus auf den Vorkrisenniveaus (6% – 7% jährlich) aufrecht erhielten.

Das Bild ist jedoch nicht homogen, da sich während der Krise 18 „dynamische“ Produkte hervortaten, welche die inländische Wirtschaft stützten, indem sie entweder die auf den internationalen bereits erworbenen hohen Marktanteile (beispielsweise bei Oliven, Olivenöl, Marmor) aufrecht erhielten oder einen signifikanten Zuwachs (beispielsweise bei Joghurt, Erdnüssen, Räucherfisch) erzielten. Diese dynamischen Produkte stellten die Dampfmaschine der Exportbemühung dar und brachten sich während der Periode 2009 – 2017 mit 45% des Anstiegs der griechischen Exporte ein und verdreifachten parallel in dem selben Zeitraum ihre Stützung des BIP auf 0,12% jährlich (gegenüber 0,04% vor der Krise), während der Beitrag der übrigen Produkte von jährlich 0,34% auf 0,08% sank.

Die 3 Kategorien der „Exportschlager“ Griechenlands

Damit es Rückschlüsse bezüglich des zukünftigen Kurses dieser „dynamischen“ Produkte sowie auch ihrer möglicherweise erforderlichen Strategieangleichungen gibt, differenziert die Studie sie analog zu dem Verlauf des hinsichtlich des Volumens erzielten Marktanteils und in Kombination mit ihrer Preispolitik nach drei Kategorien:

  • Produkte hoher Wettbewerbsfähigkeit, die schafften, in der Periode der Krise hohe Marktanteile (und Preise) zu steigern oder aufrecht zu erhalten, dabei einen weiteren Anstieg in der Zukunft versprechend. Dies sind hauptsächlich Lebensmittel mit ihnen Wettbewerbsvorteile verschaffenden besonderen Qualitätsmerkmalen, wie Räucherfisch, Oliven, Joghurt, Erdnüsse, Feta-Käse, Speiseeis und Olivenöl.
  • Produkte, die sich – hauptsächlich unter dem Druck einer niedrigen Inlandsnachfrage – mittels eines reduzierten oder relativ niedrigen Preises einen Marktanteil „erkauften“. Hauptsächlich geht es um Baumaterialien (wie Marmor, Zement, Aluminium), da der Bausektor in der Periode der Krise einen Rückgang der Größenordnung bei 40% verzeichnete. Diese Strategie führt zu niedrigen Gewinnen oder sogar auch Verlusten, gewährleistete jedoch den Zugang zu internationalen Märkte. Mit der Erholung des Inlandsmarkts werden die konkreten Produkte die Chance haben, ihre internationale Präsenz zu besseren Bedingungen aufrecht zu erhalten.
  • Produkte, die – wahrscheinlich wegen nicht rechtzeitig angeglichener traditioneller Produktions- und Vertriebsmodelle (wie bei Baumwolle, Tabak, Pelzen) – Marktanteile verloren und einer summarischen Strategieanpassung bedürfen, damit sie die auf den internationalen Märkten erworbene starke Position aufrecht erhalten.

(Quelle: amna.gr)

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