Griechenlands Banken sind „positiv“

1. August 2018 / Aufrufe: 4
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Moody’s wertete die Perspektiven der Banken Griechenlands von stabil auf positiv auf.

Die Rating-Agentur Moody’s schritt am 30 Juli 2018 zur Aufwertung der Perspektiven der Banken Griechenlands von „stabil“ auf „positiv“ und stützt sich dabei auf die drastische Einschränkung der Stützung des inländischen Banksystems durch den Mechanismus der sogenannten Notfall-Liquiditätshilfe (ELA) der Europäischen Zentralbank (EZB) und die Einschätzung, dass die Risiken bei Finanzierung und Aktiva der griechischen Banken sich in den kommenden 12 – 18 Monaten verbessern werden.

Die Agentur betont jedoch auch, dass das Betriebsumfeld der inländischen Kreditinstitute problematisch bleibt und sie nicht vor Ende 2019 mit der vollständigen Aufhebung der Einschränkungen im Kapitalverkehr (Kapitalverkehrskontrollen) rechnet.

Moody’s rechnet mit Wachstum aus Exporten und Dienstleistungen

In ihrem Bericht merkt Moody’s an, dass nach dem letzten Beschluss des Vorstands der Europäischen Zentralbank (EZB) für die griechischen Banken das Limit für die Liquiditätsschöpfung aus der ELA auf 8,4 Mrd. Euro gesenkt wurde. In den letzten drei Jahren sank somit die Abhängigkeit der Banken von der ELA-Finanzierung um 80,5 Mrd. Euro. Die Nationalbank und die Piräus Bank haben ihre ELA-Finanzierung sogar auf Null gebracht und es wird erwartet, dass in wenigen Monaten bei der Alpha Bank und der Eurobank das selbe geschehen wird.

Die Analysten der Agentur schätzen ein, dass die griechische Wirtschaft den positiven Elan aufrechterhalten wird, sofern die Regierung bei der Fortsetzung der Reformen Entschlossenheit demonstrieren wird. Weiter prognostizieren sie ein Wachstum von 2% für das Jahr 2018 und von 2,2% für das Jahr 2019, von dem erwartet wird, dass es auf dem starken Anstieg der Exporte und dem Dienstleistungssektor basieren wird. Was die Kapitalsituation der griechischen Banken betrifft, nimmt der Bericht an, dass das Bild gut sein wird, da sich für ihre Gesamtheit der Index CET1 für März 2018 auf 15,8% gestaltete, wozu jedoch angefügt wird, dass das große Volumen der gestundeten Steuerforderungen die Qualität dieses Kapitals weiterhin untergräbt.

Bezüglich des sich abzeichnenden Verlusts des sogenannten „Waiver“, also der Möglichkeit der Banken, von der EZB billige Liquidität zu schöpfen, indem sie Anleihen des griechischen Staats als Pfand nutzen, schätzt Moody’s ein, dass es kein Problem geben wird, da „die griechischen Banken in der Lage sind, jeden beeinflussten Betrag mittels des Interbankenmarkts zu marginal höheren Kosten refinanzieren zu können„.

(Quelle: dimokratianews.gr)

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