Die Memoranden ruinierten Griechenland

28. August 2018 / Aufrufe: 413

Verspätetes Eingeständnis von Moody’s bezüglich des Griechenland aufgezwungenen toxischen Rezepts bei Beschäftigung, Renten, Besteuerung und Braindrain.

Die katastrophalen Folgen des falschen Rezepts der Memoranden gesteht (im Nachhinein) Moody’s in einem am 24 August veröffentlichten Bericht über Griechenland ein, der jedoch gleichzeitig verlangt, dass die von der griechischen Regierung eingegangenen post-memorandischen Verpflichtungen eingehalten werden!

Die Rating-Agentur vertritt sogar, im gegenteiligen Fall sei die Gefahr existent, dass Griechenland wieder abstürzt und das „Martyrium des Sisyphos“ durchmacht.

Die Memoranden warfen Griechenlands Wirtschaft sehr weit zurück

Wie angeführt wird, gibt es in der Bemühung, diesem Martyrium zu entgehen, zwei inländische Risiken: Die Einhaltung der Verpflichtungen gegenüber den Gläubigern Griechenlands und die Möglichkeit vorgezogener Neuwahlen Anfang des Jahres 2019, was „die Ungewissheit darüber steigern wird, ob das Land die erforderlichen Politiken aktivieren wird um sicherzustellen, dass die Verschuldung tragfähig bleibt„.

Moody’s gesteht ein, dass die letzten acht Jahre schwerer Austerität und Umstrukturierung des Arbeitsmarkts die griechische Wirtschaft heftig trafen: „Faktisch sank das BIP um 1/4 des Niveaus des Jahres 2008, die Arbeitslosenquote stieg auf über 25% und die (öffentlichen) Einnahmen gingen um fast 1/3 zurück. Als Ergebnis bleibt die griechische Wirtschaft sehr weit hinter ihren europäischen Pendants zurück.“

Weiter wird angemerkt, dass die kontinuierliche Abwanderung von Personen mit einem hohen Bildungsniveau die Struktur der griechischen Wirtschaft signifikant verändert hat.

Armutsquoten bei Beschäftigten in Griechenland sind die höchsten Europas

Die Rating-Agentur erkennt des weiteren an, dass die Renten um 40% gesenkt wurden, die aggressive Besteuerung zu einem Anstieg der Einkommensarmut führte, die Arbeitslosigkeit (von 20,3% während des ersten Quartals 2018) um ungefähr 13 Prozentpunkte über den Niveaus vor der Krise liegt, ungefähr 1/3 der Familien wenigstens ein arbeitsloses Mitglied haben und die Armutsquoten unter den Beschäftigten die höchsten in Europa sind.

Was die post-memorandische Periode betrifft, bringt Moody’s bezüglich des Aufschwungs und des Anstiegs des Konsums einen verhaltenen Optimismus zum Ausdruck. Die Agentur nimmt an, das wirtschaftliche Wachstum werde seinen Rhythmus in den nächsten Jahren beibehalten, notiert jedoch, das Wachstum in den letzten fünf Quartalen sei eindeutig gewesen, das selbe gelte aber nicht für seine Herkunft: „Die Exporte mögen auf positivem Boden bleiben, der Konsum und die Investitionen zeigen jedoch Schwankungen.

(Quelle: dimokratianews.gr)

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