Griechenlands Bürger hassen ihr Leben

24. Juli 2018 / Aufrufe: 790

Hinsichtlich der Lebensbedingungen liegen die Bürger Griechenlands am unteren Ende der Rangliste der OECD.

Die Bürger Griechenlands scheinen ihr Leben wirklich zu hassen. Zumindest zeigen das die Angaben der „Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ (OECD), laut der sich Griechenland bei der Frage, wie zufrieden die Bürger mit ihrem Leben sind, am Ende der internationalen Rangliste befindet.

Unter 35 sogenannten entwickelten Staaten, aber auch Entwicklungsländern der ganzen Welt „punkten“ nur Portugal und Südafrika noch schlechter als Griechenland.

Griechenland rangiert bei vielen Indizes ganz unten

Wie in der Studie der OECD dokumentiert wird, ergaben sich in den rund 10 letzten Jahren Griechenlands Bürger voll und ganz der Misere, da kein anderes Land einen dermaßen großen Rückgang bei dem Grad der Zufriedenheit der Bürger mit ihrem Leben verzeichnete.

Wesentliche Gründe, aus denen die Griechen über ihr Leben dermaßen enttäuscht sind, stellen sicherlich die wirtschaftliche Krise und der Einbruch der Einkommen dar, weil – wie auch die OECD betont – Glück nicht käuflich ist, Geld jedoch ein signifikantes Mittel zur Erzielung eines höheren Lebensstandards und Wohlstands ist. Andererseits widerlegt die Studie der internationalen Organisation aber auch viele Mythen über das Leben in Griechenland.

In Griechenland pflegt man zu sagen, „wir leben im besten Land der Welt„, „in schwierigen Situationen wird der Grieche immer eine helfende Hand des Nachbarn finden„, „das hohe Niveau unseres Bildungsniveaus ist der Grund, aus dem die griechischen Wissenschaftler im Ausland sehr begehrt sind„.

In Wirklichkeit befindet Griechenland sich jedoch nicht nur bei den Einkommen und dem Reichtum der Haushalte, sondern auch bei den Indizes, die sich auf die Umwelt, die Bildung, das Netzt sozialer Unterstützung oder die Beteiligung der Bürger an der Demokratie beziehen, unter dem Durchschnittswert der OECD.

(Quelle: parapolitika.gr)

  1. GR-Block
    24. Juli 2018, 14:29 | #1

    Griechenlands Bürger hassen ihr Leben“ – Eine Pauschalaussage, für die es nicht wirklich einen Maßstab gibt, sondern nur mündliche Einschätzungen ohne irgendeine Referenz zum Vergleich.
    Das Einzige, was man mit Sicherheit sagen kann, ist dass der Grieche und v.a. die Griechin ihr demokratisches Recht wahr nehmen, lautstark zu verkünden, wenn etwas nicht passt. Denn Zurückhaltung ist dem Demokraten vollkommen fern, weswegen die Demokratie (nach Platon) Chaos bedeutet. Zurückhaltung kennen nur die, die historisch durch die harte Schule des Feudalismus gegangen sind. Als ehemalige Besitzlose und Leibeigene sind sie leidensfähig. Und, sie fühlen sich ständig genötigt zu behaupten, ihre Arbeit mache ihnen „Spaß“. Als ob sie nicht genau wüssten, was Spaß wirklich bedeutet. Aber sie kanalisieren ihren Frust und lassen nur einmal im Jahr die Sau raus, meist am Mittelmeer.
    Auch das mit der allgemeinen Zufriedenheit kann gelernt werden. Ganze Psychologenschulen beschäftigen sich mit dem Problem, wie übergehe ich mein Bauchgefühl und erkläre mich selbst solange für glücklich, bis ich kein Gegenargument mehr habe. Das klappt immer. Die wenigen Fälle, die damit nicht zurecht kommen, reduzieren sich durch überhöhte Suizidraten von selbst.
    Der Demokrat dagegen beschwert sich ständig, weil er todunglücklich ist, wenn er wie auch immer gegängelt wird, beruflich, wirtschaftlich, politisch … . Die Gängelung kommt aber heute zunehmend aus den Ländern, des nur langsam abklingenden Feudalismus (Halbwertzeit 1000 Jahre). Dort sind die ehemaligen Leibeigenen traditionell um des Feudalherren Erfolg bedacht, verzichten auf Lebensqualität, wissen wie man sich trotzdem selbst für glücklich erklärt, wollen aber dafür in der Hierarchie der Völker zu den Herrenrassen gehören. Will das ein Demokrat? Nein, und ganz im Gegenteil, in GR pflegt man nicht zu sagen, es sei das beste Land. Manchmal jedoch zitiert man lediglich die Bewunderung durch Touristen, um sich Mut zu machen. Das gleiche gilt für die universitäre Ausbildung. Griechische Akademiker finden nicht deshalb im Ausland mehr Jobs, weil sie dort heiß begehrt sind. Jedenfalls hat das noch keiner meiner griech. Studenten und Mitarbeiter ausgestrahlt, wenn er oder sie sich bei mir beworben hatte. Der Demokrat ist nicht sehr gut in Sachen Eigensuggestion.

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