Deutsche Hilfe für Griechenland auf … Stand-by

28. Juli 2018 / Aufrufe: 543

Anlässlich der Brände in Griechenland erklärte Berlin sich erneut bereit, Hilfe zu leisten, während Touristen sich vor Reiseantritt über die lokale Situation informieren sollen.

Anlässlich der in Griechenland, Schweden und Lettland ausgebrochenen Brände versicherte die stellvertretende Regierungssprecherin der deutschen Bundesregierung, Ulrike Demmer, „in diesen schwierigen Stunden stehen wir unseren europäischen Freunden und Partnern beständig zur Seite„.

Bei dem Regierungsbriefing am 25 Juli 2018 sprechend betonte Frau Demmer, diese Länder haben sich der Unterstützung Deutschlands sicher zu sein. Sich speziell auf Griechenland beziehend verwies die Sprecherin der Kanzlerin auf das Telegramm, das Frau Merkel am 14 Juli 2018 an den griechischen Premierminister Alexis Tsipras geschickt hatte.

Deutschlands Feuerwehr und THW sind bereit, Griechenland zu helfen

Wie Frau Demmer betonte, „erfuhr die Kanzlerin mit großer Trauer von den Bränden in Griechenland. Die Anzahl der Toten und Verletzten und der Schmerz der Betroffenen berühren uns sehr.“ Frau Merkel drückte den Familien und Angehörigen der Opfer sowie auch dem griechischen Volk „ihr tiefes Mitleid“ aus und wünschte den Verletzten eine „schnelle Gesundung„. Weiter sagte Regierungssprecherin, „ist es selbstverständlich„, dass die Kanzlerin dem griechischen Premierminister die Hilfe Deutschlands anbot.

Schon vor einigen Tagen ist deutsche Hilfe nach Schweden entsandt worden, wo über 50 deutsche Feuerwehrleute bei der Löschung der Brände mitwirken, wogegen sich bisher kein einziger deutscher Feuerwehrmann nach Griechenland aufgemacht hat. Wie gegenüber der Deutschen Welle ein Sprecher des Deutschen Feuerwehrverbands erklärte, ist der Hauptgrund die große Entfernung. Obwohl Schweden relativ nah liegt, dauerte die Beförderung der Feuerwehrleute und Fahrzeuge von Norddeutschland aus 24 Stunden. Für die Verbringung nach Griechenland wären wenigstens drei Tage nötig.

Jedenfalls gab es kein Ersuchen der EU an die deutsche Feuerwehr, in Griechenland Hilfe zu leisten. Das europäische Ersuchen ist die Voraussetzung für ein Tätigwerden Deutschlands. Ein solches Ersuchen wurde jedoch an das deutsche Technische Hilfswerk (THW) gestellt, dessen Zuständigkeiten denen der Zivilschutzbehörde Griechenland entsprechen. Laut einem Sprecher des THW ging am 24 Juli 2018 von der EU ein Hilfeersuchen seitens Griechenlands ein, das jedoch noch am Nachmittag des selben Tags von der griechischen Regierung widerrufen wurde.

Wie ein Sprecher des THW gegenüber der Deutschen Welle erklärte, konzentriert sich die Hilfeleistung des Trägers auf Themen des Know-how, wie beispielsweise die Verbringung von Wasser aus weiten Entfernungen. Jedenfalls beobachtet das THW die Entwicklungen in Griechenland und ist bereit, auf Ersuchen Hilfe zu leisten..

Brände und Tourismus in Griechenland, Reiseempfehlung

Wie es üblich ist, wenn sich in anderen Ländern Gefahren für deutsche Bürger ergeben, gab das deutsche Außenministerium anlässlich der Brände eine Reiseempfehlung aus. Während es allen, die nach Griechenland reisen, die Gebiete in der Nähe von Rafina zu meiden empfiehlt, ruft es sie auf, sich aus den lokalen Medien wie auch über die englischsprachige Website der Zivilschutzbehörde zu informieren, aber auch „vollumfänglich“ die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen. Das deutsche Außenministerium teilt in seiner Empfehlung ebenfalls mit, dass das Entzünden von Feuern und die Nutzung von Grills im Freien verboten ist.

Wie der Deutsche Reiseverband (DRV) versichert, wurden von den Bränden keine deutschen Touristen betroffen. Außerdem bleiben die touristischen Ziele von den Bränden unberührt. Der Deutsche Automobilclub ADAC wiederum empfiehlt den Urlaubern, vor ihrem Aufbruch nach Griechenland mit ihrem Hotel oder Reisebüro zu kommunizieren, um sich über die an ihrem Zielort herrschende Lage informieren zu lassen.

(Quelle: sofokleous10.gr)

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