Yildirim droht Griechenland erneut

13. Juni 2018 / Aufrufe: 584

Die Türkei droht erneut, die Festnahme der 8 türkischen Offiziere innerhalb Griechenlands betreiben zu werden.

Das Regime Erdogan vermag nicht zu akzeptieren, dass die griechische Justiz den im Juli 2018 nach Griechenland entkommenen 8 Militärs Asyl gewährte, und fährt darin fort, Griechenland Vergeltungsmaßnahmen anzudrohen.

Diesmal war der türkische Premierminister Binali Yıldırım an der Reihe, Drohungen gegen Athen auszustoßen und dabei den Umstand als „unfassbar“ zu charakterisieren, dass den „gülenistischen Putschisten“ Asyl gewährt wurde.

Türkische Offiziere fürchten in Griechenland um ihr Leben

In einem an den Kanal NTV gegebenen Interview merkte Binali Yıldırım über die 8 türkischen Offiziere sprechend an: „Es ist unfassbar, dass wir das hinnehmen, was unser Nachbarland, sprich Griechenland, getan hat. Obwohl so viele Tote und Verletzte aus dem gescheiterten Putsch existieren, ließen sie die Gülenisten frei, und das ist nicht mit den Beziehungen einer guten Nachbarschaft vereinbar.“ Im weiteren Verlauf stellte der türkische Ministerpräsident klar, sein Land „friere“ die Vereinbarung über die Rückführung von Immigranten und Flüchtlingen mit Griechenland und nicht mit der EU ein: „Es gibt ein bilaterales Rückführungsabkommen mit Griechenland und eins mit der EU. Wir froren die bilaterale Rückführungsvereinbarung ein. Es stellt sich kein Thema einer Annullierung der Rückführungsvereinbarung mit der EU.

Die stetigen Drohungen Ankaras, aber auch die Bezugnahme des Vizepräsidenten der türkischen Regierung, Bekir Bozdağ, es werde die Festnahme der 8 türkischen Offiziere innerhalb Griechenlands betrieben werden, verursachen Nachdenklichkeit bei der griechischen Regierung und Beunruhigung bei den türkischen Militärs. Die Sicherheitsmaßnahmen für die 8 wurden ab dem ersten Moment verstärkt, sie selbst vertreten jedoch, es sei möglich, dass eine Operation zu ihrer Exekution innerhalb Griechenlands inszeniert wird.

Laut einem Artikel der griechischen Zeitung „Real News“ übernehmen solche Operationen den Erklärungen der türkischen Militärs zufolge nicht der türkische Geheimdienst (MIT), da die Möglichkeit ihrer Festnahme durch die griechischen Behörden ein ungeheures Risiko wäre, sondern Kriminelle, mit denen der MIT kooperiert und welche die Drecksarbeit erledigen. Dies ist auch der Grund, aus dem sie ins Ausland und in Länder reisen möchten, in denen sie sich sicher fühlen werden. Bis dahin haben Heckenschützen, Spezialeinheiten der EKAM und Terrorabwehr, aber auch Männer der MAT übernommen, die türkischen Offiziere rund um die Uhr zu bewachen.

Türkei hält 2 griechische Offiziere seit über 3 Monaten als Geiseln

Anlässlich der Erfüllung von 100 Tagen, während denen in der Türkei die beiden griechischen Offiziere weiterhin als Geiseln in dem Hochsicherheits-Gefängnis von Edirne festgehalten werden, ruft die PASOK-Vorsitzende Fofi Gennimatas die Regierung auf, Initiativen zur umgehenden Lösung des Problems zu ergreifen.

Wie sie anführte, „verbleiben die griechischen Offiziere seit einhundert Tagen ohne Anklage eingekerkert. Herr Erdogan erpresset, droht, verlangt inakzeptable Austauschaktionen. Die Regierungg – fährt Frau Gennimatas fort – „die anfänglich den Umstand abwertete, schuldet jetzt, die Maßnahmen bezüglich des zu ihrer Freilassung führenden internationalen Drucks zu steigern. Sie darf diesem Thema nicht als einer Routine-Anhängigkeit im Rahmen der türkischen Provokationen begegnen„, endete die Vorsitzende der Solidaritätsbewegung“.

(Quelle: dimokratianews.gr)

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