Weitere Lockerung der Kapitalkontrollen in Griechenland

2. Juni 2018 / Aufrufe: 1.588

Griechenlands Finanzministerium beschloss eine weitere Lockerung der seit Sommer 2015 bestehenden Kapitalverkehrskontrollen.

In Griechenland wurde am 31 Mai 2018 der Beschluss des Finanzministers zur Veröffentlichung an den Regierungsanzeiger geschickt, gemäß dem die Beschränkungen bei der Abhebung von Bargeld und dem Kapitaltransfer modifiziert werden, die mit Gesetzesdekret vom 18 Juli 2015 (A‘ 84) bezüglich der Kapitalverkehrskontrollen etabliert wurden.

Für viele Privatpersonen dürfte in diesem Zusammenhang besonders interessant sein, fortan höhere Beträge abheben, ins Ausland überweisen und bei der Ausreise aus Griechenland mit sich führen zu dürfen.

Griechenland traut sich nicht, die Kapitalkontrollen völlig aufzuheben

Der besagte Ministerialbeschluss bezüglich der Kapitalverkehrskontrollen sieht vor:

  • Ab dem 04 Juni 2018 wird das Limit für Barabhebungen von 2.300 Euro auf 5.000 Euro angehoben. Konkret wird die Verwirklichung von Barabhebungen bei Finanzinstituten in Griechenland und im Ausland bis zum Betrag von 5.000 Euro je Kalendermonat, Sparer (Customer ID), Finanzinstitut gestattet.
  • Mit der Veröffentlichung des Ministerialbeschlusses im Regierungsanzeiger wird der Betrag der Verbringung (Mitführung) von Euro oder Devisen ins Ausland von 2.300 auf 3.000 Euro angehoben. Konkret wird die Verbringung von (insgesamt dem vorstehenden Wert entsprechenden) Banknoten in Euro oder / und Devisen je natürliche Person und Reise ins Ausland gestattet.
  • Der Kapitaltransfer durch (über) die Finanz- und Zahlungsinstitute ins Ausland wird weiter erleichtert. Konkret wird ab dem 01 Juli 2018 die Annahme und Ausführung von Anweisungen zum Kapitaltransfer ins Ausland bis zum Betrag von 4.000 Euro je Kunden- / Customer-ID und zwei Kalendermonate gestattet.
  • Mit der Veröffentlichung des Ministerialbeschlusses im Regierungsanzeiger werden die Auslandstransaktionen juristischer Personen oder Gewerbetreibender im Rahmen ihrer unternehmerischen Aktivitäten mittels der Anhebung des Betrags, den sie ins Ausland schicken können, von 20.000 Euro auf 40.000 Euro je Geschäftsvorgang, Person und Tag weiter erleichtert. Besagte Transaktionen werden direkt von dem Netz der Filialen der Kreditinstitute abgewickelt werden.

Dieser Beschluss stellt einen weiteren Schritt im Rahmen der „Road-Map“ für die schrittweise Lockerung der im Sommer 2015 verhängten Kapitalverkehrskontrollen dar. Es sei angemerkt, dass die Behörden die möglichst baldige völlige Aufhebung der Beschränkungen astreben, dabei gleichzeitig die Stabilität der finanziellen und makroökonomische Stabilität sicherstellend.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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