Türkei droht Griechenland mit Entführungen

6. Juni 2018 / Aufrufe: 401
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Ankara droht offen, die am 16 Juli 2016 nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei nach Griechenland geflohenen 8 türkischen Militärs entführen zu werden.

Die türkische Regierung reagierte wutentbrannt sehr heftig auf die Nachricht über die Freilassung auch der letzten vier türkischen Offiziere, die sich am 16 Juli 2016 nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei mit einem Militärhubschrauber nach Griechenland abgesetzt hatten.

Konkret droht Ankara unverhohlen, versuchen zu werden, die in Rede stehenden türkischen Militärs zu entführen und „als Paket“ in die Türkei zu schicken.

Türkei droht offen Griechenland und anderen Ländern

Zu den konkreten Erklärungen schritt Vizepräsident und Regierungssprecher Bekir Bozdağ kurz nach Ende der Sitzung des Ministerrats und während der Dauer einer alle Themen betreffenden Pressekonferenz.

Griechenland, das unter Putschen gelitten hat, unterstützt und schützt die Putschisten der Gülen-Organisation. Das können wir nicht hinnehmen. Mit diversen Erklärungen, die in Griechenland sein Premierminister unmittelbar nach dem Putsch abgegeben hatte, hatten wir ein positives Klima, dass diese an die Türkei ausgeliefert werden. Zugegebenermaßen hegten wir Hoffnungen. Wir dachten, Herr Tsipras werde sein Wort halten. Im weiteren Verlauf sahen wir jedoch, dass mit der Aktivierung der gerichtlichen Mechanismen diese Putschisten nicht ausgeliefert wurden. In dem konkreten Thema gibt es eine politische Richtung.

Bekir Bozdağ fuhr fort, Griechenland mag sie nicht ausliefern oder ihnen sogar auch andere Möglichkeiten und Leibwächter gewährleisten, und fügte an: „Sie (die Griechen) mögen sie schützen, wie es auch andere Länder machen. Was immer sie jedoch tun, unsere Pflicht ist es, jene Putschisten-Militärs der Gülen-Organisation zu finden, sie zu ‚paketieren‘ und sie in die Türkei zu bringen. Wohin auch immer sie gehen mögen.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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