Nichtregierungsorganisationen oder Migranten-Schlepper?

29. Juni 2018 / Aufrufe: 853

Die Aktivitäten nichtstaatlicher Organisationen im Mittelmeer lassen unbeantwortete Fragen bezüglich der Beförderung von Flüchtlingen und Immigranten offen.

Seit Matteo Salvini Innenminister Italiens wurde, streifen die Schiffe der sogenannten Nicht-Regierungsorganisationen (NRO), die als Arbeitsauftrag übernommen hatten, Afrikaner von den Küsten Libyens nach Europa zu befördern, wie „wandernde Juden“ in den Gewässern des Mittelmeers herum und suchen einen Hafen.

Alle drohen Salvini mit dem Finger, weil er die Schiffe nicht anlegen lässt, jedoch nimmt sie auch niemand in seinen eigenen Häfen auf. Aus irgendeinem unbegreiflichen Grund war es für die französischen oder deutschen Regierungsfaktoren so viele Jahre lang offensichtlich selbstverständlich, dass die Schiffe der NRO die Route Libyen – Italien ungestört bedienen und illegal eine enorme Menge Menschen befördern.

NRO-Schiffe bedienen seit Jahren ungestört die Route Libyen – Italien

Ich frage mich jedoch, wer diese Schiffe bezahlt, sei es auch nur für die eine Fahrt. Es steht außer Frage, welche Kosten so viele Tage auf dem Meer mit hunderten Menschen an Bord haben. Treibstoff, Besatzung, Nahrung und ein Haufen Betriebskosten in Höhe von tausenden Euro werden von dem unbekannten „X“ gedeckt. Und warum soll ich nicht annehmen, dass dieser unbekannte „X“ die mafiösen Banden sind, die illegale Migranten „schleppen“ und für ihre Beförderung, ihren Verbleib in Europa, die Ausstellung von Papieren usw. mit den nichtstaatlichen Organisationen kooperieren?

Wie ist es möglich, dass diese Aktivität im Mittelmeer erlaubt wird und sie niemand verbietet? Mal ehrlich, warum befördern sie die Leute nicht in andere Mittelmeerländer wie Algerien oder Marokko und müssen sie unbedingt nach Europa bringen? Warum schicken all diese herumirrenden Schiffe sie nicht nach Libyen zurück, von wo sie die Leute einsammelten, und ziehen stattdessen vor, hunderte Menschen auf offener See zu haben und sie praktisch zu benutzen, um Europa zu erpressen, sie aufzunehmen.

Und die Europäische Union, was unternimmt sie? Konferenzen über Konferenzen, die nirgendwo hinführen und blödsinnig anstreben, kollektiv einem nationalen Problem zu begegnen, über das jeder Staat allein entscheiden müsste, wie er es handhabt. Was geht es Deutschland an, Italien und Griechenland aufzudiktieren, wie sie ihre Grenzen bewachen und welche Rechte sie all denen gewähren werden, die illegal in diese Länder eindringen oder sich illegal dort aufhalten?

Ich werde mit den Worten des Vorsitzenden der deutschen AfD schließen: „Ein Land, wo jemand, der illegal angelt, verhaftet wird, jedoch jemand, der illegal die Grenze überschreitet, nicht nur nicht verhaftet wird, sondern auch noch eine Beihilfe gezahlt bekommt, ist ein Land, das von Idioten regiert wird.

(Quelle: dimokratianews.gr, Autorin: Dr. Eleni Papadopoulou, Doktorin der Sprach- und Kulturdidaktik der Universität Paris III – Sorbonne Nouvelle)

  1. Wilhelm Vieten
    29. Juni 2018, 09:46 | #1

    Genial geschriebener Beitrag Fr. Dr. Papadoupolou.
    Die Sachlage wurde meiner Meinung nach von Ihnen richtig erkannt.
    Dieser Beitrag müßte zur Pflichtlektüre werden für
    – alle Willkommens-Klatscher
    – alle EU Kopfgesteuerten
    – Gutmensch Merkel
    – alle jrne, die diesen Schwachsinn mit ihren Steuern finanzieren müssen.
    Danke für Ihre offene Meinung.

  2. Anton
    29. Juni 2018, 13:37 | #2

    Der Beitrag enthält viel Unverständliches: Die Bezahlung lässt sich leicht kontrollieren, weil all die NGOs öffentlich einsehbare Abrechnung vorlegen, welche auch vom Finanzamt abgesegnet sind. Ursprünglich waren z.B. die privaten Hilforganisation, wie alle NGOs eine Unterstützung von Frontex bei der Rettung von Flüchtlinge. Nun hat sich das geändert und viele Staaten handeln einfach illegal ohne auf irgendein Recht Rücksicht zu nehmen. Das Rechtsverständnis der Autorin ist rein ideologisch. Es gibt bisher nirgends eine Rechtsgrundlage für eine Rückweisung nach Libyen, wohl aber eine für die Seenotrettung. Italien hat zwar Verträge mit Libyen, aber diese sind für die EU nicht bindend und deshalb auch nicht für deutsche Rettungsorganisationen.

  3. Die Deutsch-Griechin
    29. Juni 2018, 22:39 | #3

    Bei Seenotrettung ist der zunächst erreichbare Hafen anzulaufen. Dies wäre einer in Libyen, denn die „Retter“ agieren in den libyschen Hoheitsgewässern. Geht es um reine Lebensrettung, ist dies die erste Wahl.
    Ich kann durchaus verstehen, dass Italien, Malta und auch Frankreich „dicht“ machen, wenn deutsche Gutmenschen meinen, alle nach Europa holen zu müssen.

  4. christian schramayr
    1. Juli 2018, 08:59 | #4

    Bevor wir uns zu sehr über den Beitrag einer Sprach- und Kulturdidaktikin ereifern, wäre ein Blick auf die Rechtsquellen angezeigt:
    Internationale Seenorettungsabkommen

    Ergo, wenden wir uns an unsere nationalen „Volksvertreter“. Die wären seit Jahrzehnten berufen, normierte Klarheit zu schaffen, wie mit jenen nationalen Regierungen zu verfahren ist, die bestehende, internationale Abkommen nicht anerkennen, sie aktuell nicht umsetzen können (z.B. „failed-states“, Krisenstaaten) oder sich nicht daran gebunden „fühlen“.

    Der Umstand, das dies bisher aus politischem Desinteresse oder politischer Unfähigkeit verabsäumt wurde, wäre vielleicht Gegenstand einer Betrachtung einer Wissenschaft, die sich mit dem Erwerb sprachlicher Kommunikationsfähigkeit, dem Verständnis und der Vermittlung von kulturellem Wissen und der Ausbildung von interkulturellen Kompetenzen beschäftigt.

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