Italiener schulden Wartung der Züge in Griechenland

16. Juni 2018 / Aufrufe: 451

Nachdem die italienische FS sich bereits Griechenlands TRAINOSE zu einem Spottpreis unter den Nagel riss, will sie nun auch die EESSTY nachgeworfen bekommen!

In Griechenland spitzt sich der „Clinch“ zwischen der Firmenleitung der „Griechischen Wartungsgesellschaft für Eisenbahn-Rollmaterial“ (EESSTY SA) und den Italienern beziehungsweise der italienischen Staatsbahn „Ferrovie Dello Stato Italiane S.p.A.“ zu, die mittlerweile die TRAINOSE kontrolliert (siehe: Griechenlands Eisenbahn gehört nun Italien).

Die Leitung der EESSTY vertritt, die TRAINOSE entrichte nicht die vertraglich vereinbarten Zahlungen an die – ebenfalls unter Privatisierung stehende – Gesellschaft, was zum Resultat hat, dass letztere in eine wirtschaftliche Strangulation geraten ist.

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Deswegen gab die EESSTY am 05 Juni 2018 bekannt, die (bisher) erbrachten Dienstleistungen zur Wartung von Zügen usw. einzustellen, bis die Italiener ihre Schulden begleichen, die sich laut der OSE mittlerweile auf über 10 Mio. Euro belaufen.

Es ist anzumerken, dass bei der Ausschreibung des sogenannten Privatisierungsfonds (TAIPED) bezüglich des Aufkaufs / der Privatisierung der EESSTY die – wie gesagt nunmehr der Italienischen Staatsbahn gehörende – TRAINOSE das einzige Angebot einreichte. Die Offerte wurde allerdings als sehr niedrig betrachtet, ohne dass die Italiener bisher den gebotenen Preis erhöhten.

Die Firmenleitung der TRAINOSE wiederum gab am Abend des 05 Juni 2018 bekannt, die Behauptungen der EESSTY seien verleumdend und stehen mit dem Umstand in Zusammenhang, dass sie am 07 Juni 2018 eine neue Offerte einreichen werde.

Zu letzterem sei angemerkt, dass die TRAINOSE neueren Informationen zufolge mittlerweile ein auf 22 Mio. Euro „nachgebessertes“ Angebot eingereicht hat, um 100% des Aktienkapitals der EESSTY zu erwerben. Laut dem TAIPED liegt diese Offerte innerhalb der Grenzen zweier unabhängiger Schätzungen.

(Quelle: dimokratianews.gr, Medienberichte)

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