Großer Fortschritt Griechenlands im Flüchtlingsthema

5. Juni 2018 / Aufrufe: 323

Der Direktor der Frontex bescheinigt Griechenland große Fortschritte im Flüchtlingsthema und betont den sich fortsetzenden ungeheuren Druck auf das Land.

Griechenland begegnet weiterhin großen Herausforderungen. Die Anzahl der Immigranten ist riesig und der Druck ungeheuer. Frontex will Griechenland helfen. Wir befassen uns mit der technischen Ausrüstung. Derzeit beschaffen wir Patrouillenfahrzeuge für die Landgrenzen. Und kaufen oder leasen Schiffe und Flugzeuge. Mit diesen neuen Möglichkeiten werden wir imstande sein, effizienter die Länder und Regionen zu unterstützen, in denen wir aktiv sind„, betont der 50-jährige Franzose Fabrice Leggeri, der seit Januar 2015 die sogenannte „Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache“ (Frontex) leitet.

Während der Dauer dieser Periode sind die Zuständigkeiten und Möglichkeiten der Europäischen Grenzschutzagentur ausgeweitet worden. Der Etat ist aufgestockt worden und nun arbeiten mehr als 1.500 Menschen für die Frontex.

Neue Route der Flüchtlinge und Immigranten über die Balkan-Küsten

In der Realität ist wieder das östliche Mittelmeer die hauptsächliche Flüchtlingsroute zur EU. Dies sind die Folgen der Situation im Mittleren Osten und in Syrien. Immer mehr Menschen suchen Schutz und fliehen in die Türkei. Ihr Ziel ist jedoch der (europäische) Westen.

Hinsichtlich der Flüchtlinge gefragt, die den griechisch-türkischen Grenzfluss Evros zu passieren versuchen, betont Leggeri: „Am Evros haben wir eine neue Situation. Viele Immigranten warten nahe der türkischen Stadt Odrin auf die Chance, nach Griechenland zu gelangen. Wir haben bereits ein kleines Team Bediensteter in dem Gebiet … . Im Mai 2018 nahm die Anzahl der Flüchtlinge wieder ab. Wenn es notwendig ist, werden wir zusammen mit den griechischen Behörden sehen, ob es sinnvoll ist, mehr Mitglieder des Frontex-Personals zu schicken.

Leggeri führt an, die Frontex habe ebenfalls 45 ihrer Bediensteten an die Grenze zu Albanien entsendet. „Wir beobachten eine neue Route der Flüchtlinge von den Küsten Nordgriechenlands nach Albanien und Mauretanien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Serbien. Wir nennen sie die ‚balkanische Küstenroute‘. Gewisse Länder des westlichen Balkans begegnen wieder Problemen und beschweren sich über tausende Neuankömmlinge. Kroatien und Slowenien, beide Mitglieder der EU, führen ebenfalls viele Immigranten an. Wir müssen nun in Erfahrung bringen, woher sie kommen und wie sie in diese Länder gelangen.

Breite Zustimmung zur weiteren Aufrüstung der Frontex

Weiter sagt der Direktor der Frontex, „heute vermögen wir im Durchschnitt 1.500 öffentliche Bedienstete bereitzustellen. Im Vergleich zu 2015 hat sich die Größe der Missionen verfünffacht. Die Mitgliedstaaten erbringen große Anstrengungen. Alle leisten ihren Beitrag.“ Laut Fabrice Leggeri  hat Griechenland in den letzten drei Jahren einen signifikanten Fortschritt erzielt:

2015 betonte ich, Griechenland als Grenzstaat brauche Unterstützung und Solidarität. In jener Epoche drehte das ganze Thema sich darum, dass es (dort) keine ordentliche Registrierung der Flüchtlinge nebst ihren Fingerabdrücken gab. Inzwischen haben die Dinge sich signifikant verbessert. Alle ausfindig gemachten Immigranten sind ebenfalls registriert. Und wir, die EU, sind heute besser ausgerüstet als wir es vor drei Jahren waren. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir nicht noch besser werden müssen – nicht nur in Griechenland, sondern überall … .

Die guten Neuigkeiten sind, dass alle über mehr Personal und Geldern für die Frontex sprechen. Wir müssen untersuchen, inwieweit unser Auftrag ausreichend ist. Das ist hinsichtlich der Diskussion sicher. Die Europäische Kommission schlug vor, die Frontex solle bis 2027 über 10.000 Grenzschützer verfügen. Ich fühle, dass es in Zusammenhang mit diesem Vorschlag eine breite Zustimmung gibt.

(Quelle: amna.gr)

Kommentare sind geschlossen