Griechenlands Bürger sehen weiterhin „schwarz“

19. Juni 2018 / Aufrufe: 444

7 von 10 Bürgern in Griechenland erwarten auch 2018 eine Rezession und bezweifeln, dass das Land in den kommenden 12 Monaten aus der Krise herauskommt.

Einen Schritt vor dem Herauskommen Griechenlands aus den sogenannten Memoranden bleiben die Griechen weiterhin die größten Pessimisten.

Laut der Erhebung „Global Consumer Confidence“ der Nielsen findet das erste Quartal des Jahres 2018 den Optimismus / Pessimismus des griechischen Konsumenten auf dem selben Niveau mit dem des zweiten Quartals 2017 vor.

Vertrauen der Verbraucher Griechenlands liegt weit unter EU-Durchschnitt

Der sogenannte „Verbrauchervertrauens-Index“ beläuft sich im 1. Quartal 2018 auf 61 Punkte und bleibt damit zu dem 3. und 4. Quartal des Jahres 2017, wo er 60 Punkte betrug, marginal konstant. Trotzdem bleibt er wesentlich niedriger als der europäische Index, der bei 86 liegt.

Sieben von zehn Griechen (74%) glauben – bei einer sich im Verhältnis zum Abschluss des vergangenen Jahres (78%) verschlechternden Tendenz -, dass Griechenland sich in einer wirtschaftlichen Rezession befindet. Zusätzlich bezweifeln 75% der Befragten, Griechenland werde es, in den kommenden 12 Monaten aus der wirtschaftlichen Krise zu gelangen – was unter den an der Ergebung der Nielsen weltweit 64 teilnehmenden Ländern die zweithöchste Quote ist.

Unter den europäischen Ländern belegt Griechenland weiterhin den ersten Platz hinsichtlich der Bechäftigungs(un)sicherheit (drei von zehn Griechen machen sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz), während die Beunruhigungen über die Wirtschaft (27%) und die Schulden / Verbindlichkeiten ihres Haushalts (25%) folgen.

Griechenlands Haushalte schränken Ausgaben seit 2013 stetig ein

Die konkreten drei Sorgen treten unter den griechischen Konsumenten seit 2013 konstant weiterhin besonders hervor und es folgt der Sektor der persönlichen Gesundheit bzw. Gesundheitsversorgung. Weiter sorgen sich im 1. Quartal des Jahres 2018 zwei von zehn Griechen (19%) über die Möglichkeit eines Kriegs, was dies als die fünfte Sorge und mit im Verhältnis zu dem europäischen Durchschnittswert (10%) erheblich höheren Quoten aufzeigt.

Schließlich bemühen sich sieben von zehn Griechen auf konstanter Basis darum, die Ausgaben ihres Haushalts einzuschränken. Spezieller werden die Hauptmaßnahmen der Griechen zur Beschneidung der Ausgaben weiterhin bei der Reduzierung der Ausgaben mittels des Kaufs billigerer Massenkonsumprodukte (69%), den Kürzungen bei Ausgaben für Freizeitgestaltung außerhalb der Wohnung (69%) und Aufwendungen für Bekleidung (61%) ausgemacht.

(Quelle: fpress.gr)

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