Griechenland plant neue Reichtumsteuer

28. Mai 2018 / Aufrufe: 1.350

Informationen zufolge wird in Griechenland am Szenarium einer sogenannten Reichtumsteuer auf alle Vermögenswerte der Steuerpflichtigen gearbeitet.

Griechenlands Regierung plant große Umstürze bei den Vermögenssteuern, und wenn sie diese realisiert, wird sich im Leben von Millionen Griechen alles ändern.

Die Informationen führen an, dass der Plan zur Erhebung der sogenannten „Reichtumsteuer“ gereift ist, die auf die Gesamtheit des mobilen und immobilen Vermögens der Bürger erhoben werden wird. In dem selben Rahmen soll die „Einheitliche Immobilien-Besitzsteuer“ (ENFIA) abgeschafft bzw. besser gesagt durch eine neue „Großgrundbesitzsteuer“ (die alte FMAP) ersetzt werden, die jedoch in die neue erhobene Steuer integriert werden wird.

Reichtumsteuer muss wenigstens so viel wie die ENFIA einbringen

Die sogenannte „Reichtumsteuer“ wird auf dem Vermögensverzeichnis mit den Angaben basieren, welche die Steuerpflichtigen in der Periode 2017 – 2018 eingereicht hatten. Die verallgemeinerte Steuer wird nicht nur auf die Immobilien, sondern auch auf alle beweglichen Vermögenswerte erhoben werden. Also Gebäude, Grundstücke, Flurstücke, Autos, Motorräder, Kunstwerke, Freizeitboote und sonstige Vermögenselemente großen Wertes.

Ziel der griechischen Regierung ist, so viel wie auch mit der ENFIA beizutreiben. Folglich wird es zwar Senkungen bei den Sätzen der Immobiliensteuer geben, damit die Eigentümer nicht überdimensional belastet werden, zusammen mit den übrigen Vermögenswerten werden die Einnahmen jedoch so wie auch heute – sprich 2,65 Mrd. Euro – oder sogar noch mehr sein.

Marktfaktoren betonen, eine solche Steuer könnte mit den Einnahmen, die sie haben würde, Senkungen anderer Steuern finanzieren, wie beispielsweise, dass Eigentümer kleiner Immobilien nichts zahlen, der Steuersatz bei den Unternehmen von 29% auf 26% gesenkt wird und andere Leistungen gewährt werden, auf welche die Regierung so wie so setzt.

Die Regierung schätzt ein, dass die Aktivierung der Maßnahme viele Ungerechtigkeit beseitigen und Steuerhinterziehungsfronten aufdecken wird, die kontrolliert werden können.

Griechenlands Fiskus will jährlich Vermögensteuern von 3,2 Mrd. Euro

Ein Regierungsfunktionär äußerte, der Wirtschaftsstab wolle jedes Jahr Einnahmen in Höhe von 3,2 Mrd. Euro feststellen, und aus diesem Grund werde es Erhöhungen bei den Belastungen der Besitzer großer Immobilien / Flächen geben.

Es sei angemerkt, dass im Jahr 2011 die Einnahmen des Fiskus aus der FAP bei einem Steuerfreibetrag von 200.000 Euro ungefähr 800 Mio. Euro betrugen und 560.000 Immobilieneigentümer betrafen. Weiter sei in Erinnerung gerufen, dass die FMAP erstmalig 1997 umgesetzt wurde und einen hohen Steuerfreibetrag vorsah.

Konkret betraf die FMAP Steuerpflichtige mit einem Immobilienvermögen von 243.600 Euro für Ledige und 487.200 Euro für Ehepaare, nebst einem Zuschlag von 61.650 Euro für jedes der beiden ersten Kinder und 73.400 Euro für das dritte und jedes weitere Kind. Für die natürlichen Personen wurde die Steuer mit Sätzen ab 0,354% bis zu 0,944% auf den (steuerlichen) Einheitswert veranschlagt.

Die FMAP wurde über etliche Jahre beibehalten und kehrte 2009 als Immobiliensteuer (FAP) zurück. Im weiteren Verlauf sank die Grenze für die Erhebung der FAP 2010 auf 300.00 Euro, um 2011 bei 200.000 Euro des Einheitswertes anzugelangen.

(Quelle: in.gr)

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