Eisiges Angstklima in der Türkei

1. Mai 2018 / Aufrufe: 489

In der Türkei breitet sich ein eisiges Klima der Angst aus.

In einem am 26 April 2018 an die Öffentlichkeit gegebenen Bericht beschuldigt Amnesty International (AI) die türkischen Behörden, in der Türkei nach dem misslungenen Putsch des Jahres 2016 ein „erdrückendes Angstklima“ durchgesetzt zu haben und sich hauptsächlich gegen die Verteidiger der Menschenrechte zu richten.

In der türkischen Gesellschaft breitet sich ein eisiges Klima der Angst aus, da die Regierung darin fortfährt, den Ausnahmezustand zu nutzen um den Raum zu reduzieren, der den gegensätzlichen oder alternativen Ansichten entspricht„, betont die internationale Organisation in ihrem einschlägigen Bericht.

In der Türkei wurden seit Juli 2016 über 50.000 Menschen festgenommen

Der Ausnahmezustand wurde in der Türkei im Juli 2016 einige Tage nach dem misslungenen Putschversuch diverser Militärs verhängt und wird seitdem fortlaufend verlängert.

In diesem Rahmen sind in der Türkei beispiellose Säuberungen und Pogrome verwirklicht worden, bei denen mehr als 50.000 Menschen festgenommen und über 140.000 Personen entlassen oder suspendiert worden sind. Außer den angeblichen Putschisten sind diese Säuberungen auf die kurdenfreundlichen Kreise und die Opposition ausgeweitet worden, dabei Richter, Lehrkräfte oder auch Journalisten im Visier habend (siehe auch einschlägige Beiträge wie beispielsweise Türken fliehen nach Griechenland).

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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