Türkei ist größte Bedrohung für Griechenland

12. April 2018 / Aufrufe: 365

Einer aktuellen Erhebung der ELIAMEP zufolge nehmen fast 6 von 10 Griechen an, Griechenland werde von einem anderen Land bedroht.

Den Ergebnissen der jüngsten Studie des „Programms für Südosteuropa“ der „Hellenischen Stiftung Europa- und Außenpolitik“ (ELIAMEP) mit Titel „What’s in a Name? Greek Public Attitudes towards the ‚Name Dispute‘ and the Former Yugoslav Republic of Macedonia in 2018“ zufolge nehmen ungefähr sechs von zehn Griechen an, es gebe ein Land, das Griechenland bedrohe, während nur einer von drei Befragten meint, eine solche Bedrohung existiere nicht.

Die Türkei sticht mit 50,5% als größte Bedrohung für Griechenland hervor, gefolgt von Deutschland mit 4,5% und der sogenannten „Ehemaligen Jugoslawischen Republik Makedonien“ (FYROM) mit gerade einmal 2,5%.

Der Disput um die Benennung der FYROM

Bezüglich des Themas der Benennung der sogenannten FYROM führen zwei Drittel (65%) der Befragten an, diesem eine große Bedeutung beizumessen, während gerade einmal 9,5% meinen, es sei unbedeutend.

Die Mehrheit (53%) gibt an, es sei sehr signifikant, dass es eine umgehende Lösung gibt, während 19% meinen, es sei schon bedeutend. Dagegen geben 13% an, es sei von geringer Bedeutung, und weitere 13% meinen, es habe keinerlei Bedeutung.

Schließlich weist eine große Mehrheit jegliche Bezugnahme auf den Begriff „Mazedonien“ im Rahmen einer zukünftigen Lösung zurück, während 22,5% angeben, eine den Begriff Mazedonien umfassende kombinierte Benennung akzeptieren zu können.

Das internationale Bild Griechenlands

Was das internationale Bild Griechenlands betrifft, ergaben sich auf die Frage, ob die Befragten einschätzen, die aktuelle Position Griechenlands sei im Verhältnis zu einem Jahr vorher stärker, die selbe oder schwächer, die folgenden Ergebnisse: Die Mehrheit (45,5%) antwortete, keine Änderung festzustellen, während 38% das Bild Griechenlands geschwächt sehen und gerade einmal 15,5% die Ansicht äußern, seine Position habe sich gestärkt.

Obwohl die Befunde der Erhebung die Enttäuschung des größten Teils der Befragten in Zusammenhang mit der Position Griechenlands auf der internationalen Szene andeuten, sind die Ergebnisse jedenfalls besser als jene, die sich zwei Jahre früher ergaben. Konkret erachteten bei der 2016 verwirklichten Demoskopie 72% der Befragten, die Position Griechenlands habe sich im Verhältnis zu 2015 verschlechtert.

Hinsichtlich der zukünftigen internationalen und konkret der Position Griechenlands, die es in den kommenden 12 Monaten inne haben wird, antworten 44% der Befragten, sie werde unverändert bleiben, während 33% einschätzen, sie werde geschwächt werden, während 17% annehmen, sie werde stärker werden. Im Vergleich zu der Meinungsumfrage des Jahres 2016 erscheint die öffentliche Meinung weniger pessimistisch: 2016 schätzten 52,2% der Befragten ein, die internationale Position Griechenland werde sich schwächen, während gerade einmal 25% prognostizierten, die Dinge werden unverändert bleiben.

(Quelle: capital.gr)

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