Skandale brachten UNICEF-Grexit!

25. April 2018 / Aufrufe: 688

Der Beschluss des Kinderhilfswerks UNICEF, die Kooperation mit dem griechischen Landesverband einzustellen, stellt eine weitere Blamage für Griechenland dar.

Der von dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) gefasste Beschluss, die griechische Repräsentation – sprich das nationale Komitee bzw. den Landesverband Griechenlands – wegen nach einer ab 2015 bis 15 Jahre zurückreichenden Buchprüfung enthüllter finanzieller Unregelmäßigkeiten „dicht“ zu machen, hat viele Fragen aufgeworfen.

Laut der offiziellen Bekanntmachung der Organisation der Vereinten Nationen „unterbricht UNICEF die Vereinbarung mit dem in Griechenland existierenden Landesverband / nationalen Komitee wegen der Beunruhigungen, die sich aus einer jüngst erfolgten (Buch-) Prüfung durch einen unabhängigen Träger ergaben„.

UNICEF „friert“ bisherige Aktivitäten in Griechenland ein

In der selben Bekanntmachung merkt UNICEF sogar an, zu dem Schluss gelangt zu sein, dass „die notwendigen Reformen im Nationalen Komitee nicht erreicht werden können und sie aus diesem Grund zu entsprechenden Zügen schritt„. „Licht“ in den – Griechenland auf keinen Fall schmeichelnden – … UNICEF-Grexit versuchte die Vorsitzende des „Griechischen Nationalen Komitees„, Sofia Tzitzikou, zu bringen, die – nachdem sie klarstellte, diese Entwicklung beziehe sich nicht auf die Amtszeit des derzeitigen Vorstands – anmerkte, der konkrete Beschluss der Organisation erwartet worden. Frau Tzitzikou führte charakteristisch an:

Als wir im Mai 2016 (den Vorsitz) übernahmen, beschlossen wir, um diversen Unregelmäßigkeiten in Themen zu begegnen, die wir wahrnahmen und uns nachdenklich stimmten, zu einer Prüfung zu schreiten um zu sehen, was wir als neuer Vorstand übernehmen, auf dass wir nicht die Verantwortungen übernehmen, die uns nicht entsprechen. Wir schritten zur einer drei Jahre zurückreichenden Prüfung, also der Jahre 2013, 2014 und 2015. Diese Prüfung zeigte Dinge und wir haben sie zusammen mit diversen Fakten, die wir auch von unseren Mitarbeitern erhielten, an Genf weitergegeben, seine Zentrale informiert, sie mit der UNICEF-Zentrale erörtert, und auf gemeinsame Entscheidung und Zusammenarbeit schritten wir – wieder mit einer unabhängigen Prüfungsgesellschaft – zur zweiten Prüfung, die 15 Jahre zurückging. Den zweiten Bericht haben wir nicht zu sehen bekommen, weil er Eigentum von Genf, sprich der UNICEF-Zentrale ist.

Laut Sofia Tzitzikou waren die Fakten dermaßen belastend, dass sie zu der konkreten Entscheidung (seitens der UNICEF) führten. Auf Basis der Informationen wird die Organisation ihre Aktivitäten in Griechenland in der bisher gehabten Form „einfrieren“.

(Quelle: dimokratianews.gr)

  1. LiFe
    25. April 2018, 11:33 | #1

    Hilfsorganisationen stehen schon lange dermaßen in Verruf, dass kein Mensch ernsthaft daran glaubt, dass das Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird.

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