Griechenland bringt 600000 Immobilien unter den Hammer

21. März 2018 / Aufrufe: 551
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Zur Erzielung absurder Primärüberschüsse sollen in Griechenland in den kommenden dreieinhalb Jahren 600.000 Immobilien unter den Hammer gebracht werden.

Bis Ende 2021 werden in Griechenland von Fiskus und Banken wenigstens 600.000 Immobilien zur Versteigerung gebracht werden, damit das Ziel bezüglich eines Primärüberschusses von 3,5% des BIP im Rahmen der strengen Beaufsichtigung erreicht wird, der dem Land nach dem Ausgang aus dem Rettungsprogramm gesetzt werden soll!

Der größte Betreiber von Zwangsversteigerungen wird der griechische Fiskus sein, der ab dem 01 Mai 2018 und sofern er … keinen Cent (mehr) auf den Bankkonten der Schuldner findet, in abgekürzten Verfahren zu Immobilien-Pfändungen schreiten wird.

180.000 Zwangsversteigerungen jährlich ab 2019

Finanzamt und Versicherungskassen werden als „Waffe“ schrittweise bis 2021 die im Grundbuch verzeichneten Rechte haben, das auf Basis der einschlägigen „memorandischen“ Verpflichtung bis dahin auf dem gesamten Staatsgebiet vollumfänglich in Betrieb sein muss. Wenn alles bereit ist, werden Banken und Fiskus ab 2019 im Durchschnitt rund 180.00 Immobilien jährlich bzw. 15.000 monatlich oder fast 4.000 in der Woche veräußern!

Gemäß dem in dem Konvergenzbericht der sogenannten „Institutionen“ (S. 17) Vorgesehenen planen die griechischen Banken 10.000 Versteigerungen im Jahr 2018 und jährlich 40.000 für die Periode 2019 – 2012. Bis Ende 2021 sollen folglich 130.000 Immobilien von Kreditnehmern veräußert werden, die endgültig den … Kampf verloren haben, ihr Eigentum zu erhalten. Im April 2018 werden die „Partner“ / Gläubiger des Landes sogar die finale Kontrolle des Verlaufs der Umsetzung der „elektronischen“ Versteigerung vornehmen um festzustellen, ob das Verfahren ungehindert läuft, und wenn alles positiv ist, werden sie auch die letzte Teilrate der großen Tranche von 6,7 Mrd. Euro bewilligen.

Fiskus bereitet sich auf den großen … „Schlag“ vor

Wenigstens 16.789 Steuerpflichtige mit Schulden an den Fiskus werden am 01 Mai 2018 die Plattform der elektronischen Versteigerungen „einweihen“, während danach 73.000 natürliche Personen und Unternehmen für alles weitere an die Reihe kommen!

Laut der Unabhängigen Behörde für Öffentliche Einnahmen (AADE) werden mit dem Beginn der elektronischen Versteigerungen die 16.789 Schuldner die ersten sein, die auf die einschlägige Liste kommen werden, während Schätzungen zufolge damit gerechnet wird, dass bis Ende 2021 über 350.000 Immobilien veräußert werden! In einer ersten Phase geraten die Steuerpflichtigen ins Visier, die Schulden von über 50.000 Euro haben, heftiger ist jedoch das Problem bei denen, die weniger an Finanzamt und Versicherungskassen schulden.

Gemäß Schätzungen wird veranschlagt, dass von den 4 Millionen „roten“ Steuer-IDs 10% ihren Verbindlichkeiten nicht zu entsprechen vermögen werden und außer den Pfändungen von Bankkonten auch die Veräußerung von Immobilien erforderlich sein wird. In sehr vielen Fällen von Schuldnern gibt es allerdings kein verfügbares Immobilienvermögen und daher wird hier natürlich nichts beigetrieben werden. Jedenfalls wird veranschlagt, dass bis 2021 ungefähr 300.000 Zwangsversteigerungen durch das Finanzamt … reif sein werden, während damit gerechnet wird, dass weitere 150.000 für Schulden an die Versicherungskassen erfolgen werden, so dass sie insgesamt – zusammen mit denen der Banken – 600.000 erreichen!

(Quelle: toxrima.gr)

  1. GR-Block
    21. März 2018, 11:06 | #1

    180.000 Zwangsversteigerungen jährlich ab 2019“ Das wird eine Verwaltungstechnische Glanzleistung werden. Damit wird trotz aller Krücken endlich die Effizienz von griechischem Verwaltungsapparat und Jurisdiktion mit einem Schlag unter Beweis gestellt. Schlechte Ausrüstung, zu wenig Hände … wenn das klappt, dann gibt es nachträglich eine Sondermedaille der Paralympics.
    Fragt sich nur, wohin mit den Immobilien. Die griechische Nachfrage ist schon jetzt bei Null. Hat denn die Regierung nun Angebote von Immobilienhaien aus dem befreundeten Ausland? Werden die bezahlen oder bekommen sie Geld, damit sie die Immobilien gnädig annehmen?

    Entweder die Griechen werden verarscht oder die EU. Ich hoffe, es ist die EU, Efklidi.

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