Der Hälfte der Arbeitslosen in Griechenland droht Armut

1. März 2018 / Aufrufe: 698

Rund die Hälfte aller Arbeitslosen in Griechenland, aber auch in der EU war 2016 von Armut bedroht.

Gemäß den jüngst publizierten Angaben des Statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) für das Jahr 2016 wurde in den Jahren der wirtschaftlichen Krise in der Europäischen Union ein dramatischer Anstieg bei der Anzahl der Arbeitslosen verzeichnet, die in Gefahr laufen, in Armut zu geraten.

An der Spitze der Auflistung figuriert bezeichnenderweise das reichste Land der Eurozone, nämlich Deutschland, wo 2016 mehr als sieben von zehn Arbeitslosen die Gefahr drohte, in Not zu geraten. In Griechenland betrug der entsprechende Anteil ungefähr 48%.

Familiäre Bindungen retten Arbeitslose in Griechenland vor Armut

Dem jüngsten Bericht des Statistischen Amts der EU zufolge drohte Ende 2016 in der Europäischen Union 48,7% der Arbeitslosen im Alter von 16 – 64 Jahren , in Armut zu geraten. Diese Gefahr liegt fünfmal höher als für Selbständige. Der entsprechende Prozentsatz lag vor zehn Jahren bei 41,5%, und die Tatsache, dass er ansteigend verläuft, reflektiert die Einschränkung des Sozialstaats.

In Deutschland sind mehr als Sieben von Zehn (70,8%) Arbeitslosen von Armut bedroht. Es ist sogar der einzige Repräsentant des westlichen Europas, wo man dermaßen dramatischen Prozentsätzen einer Gefahr für die Arbeitslosen begegnet. Der zweithöchste Satz wird in Litauen (60,5%) verzeichnet, gefolgt von Lettland (55,8%), Bulgarien (54,9%), Estland (54,8%), Tschechien (52,3%), Rumänien (51.4%) und … Schweden (50,3%!).

In Griechenland sind / waren (immer auf 2016 bezogen) 46,9% der Arbeitslosen und 14% der Beschäftigten von Armut bedroht. Der Umstand, dass in Griechenland der Prozentsatz leicht unter dem Durchschnittswert der EU liegt, wird auf die starken familiären Bindungen zurückgeführt, in denen die Arbeitslosen Unterstützung finden.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. Alfons
    1. März 2018, 18:52 | #1

    Aber wichtig ist nur, dass man die Verarmung als Erfolg feiert.

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