Anerkennung, aber kein Geld für Griechenland

22. Januar 2018 / Aufrufe: 822

Bei der Eurogruppe des 22 Januar 2018 wird Griechenland voraussichtlich Anerkennung, jedoch nicht die anhängige Tranche erhalten.

Laut der Financial Times (FT) wird erwartet, dass die Finanzminister der Eurozone bei ihrem Treffen am 22 Januar 2018 bekannt geben werden, die von Griechenland unternommenen Schritte haben auch seine öffentliche Finanzwirtschaft verbessert.

Bei dem ersten Treffen der Eurogruppe unter dem Vorsitz des spanischen Finanzministers Mario Centeno werden die Finanzminister der Eurogruppe den Umstand bestätigen, dass Griechenland die überwältigende Mehrheit der 113 wirtschaftlichen Reformen adoptiert hat, zu denen sich im Rahmen dieser Phase verpflichtet hat.

Freigabe der Tranche und Erleichterung der Verschuldung Griechenlands

Die von Griechenland übernommenen Verpflichtungen umfassen Maßnahmen, die sich angefangen von der Reform des inländischen Arbeitsmarkts bis hin auf die Beseitigung der bürokratischen Hürden beziehen, welche die Investition auf dem Areal des ehemaligen Flughafens Elliniko in Athen mit einem Volumen von 7 Mrd. Euro behindern. Damit Griechenland allerdings die auf etwa 6,7 Mrd. Euro veranschlagte nächste Tranche bekommt, wird Anfang Februar 2018 eine weitere Prüfung durchzuführen sein, damit sichergestellt wird, dass auch die übrigen Verpflichtungen des Landes realisiert worden sein werden.

Wie die Financial Times schreibt, haben sich jedoch in den nächsten Wochen Mario Centeno, die Eurogruppe und ihre griechischen Partner mit dem fundamentalsten Thema des Übergangs Griechenland in die Alltäglichkeit nach dem Memorandum (formal im Sommer 2018 auslaufenden) zu befassen – einem Thema, von dem die Diplomaten der EU behaupten, es sei eng mit dem Thema verbunden, ob eine weitere Erleichterung der griechischen Verschuldung erfolgen werden wird.

Die EU-Diplomaten fügen an, damit zu rechnen, dass die Gespräche über die Entlastung der griechischen Verschuldung im März 2018 beginnen werden. Da die übrige Eurozone sich selbst marginalen Beschneidungen der Schulden heftig widersetzt, werden die Diskussionen sich auf andere Maßnahmen wie die Ausschüttung von Gewinnen der Zentralbanken anderer Länder aus ihren Engagements in Griechenland und die Umstrukturierung der vorherigen sogenannten Rettungskredite konzentrieren.

(Quelle: topontiki.gr)

  1. Alfons
    22. Januar 2018, 14:28 | #1

    Das ist doch keine Überraschung. Die Schulden sind für die Gläubiger ein wichtiges Mittel, um ihre wirtschaftlichen Vorstellungen durchzusetzen. Das erkennt man auch an den Maßnahmen selbst. Was z.B. haben Eigriffe in das Streikrecht mit Schuldentilgung zu tun? Niemand anderes als Varoufakis hat diese Funktion von Schulden begriffen. Man kann sicher, dass sich gegenüber 2015 für die Mehrheit der Bevölkerung nichts verbessern wird. Die Gläubiger wollen dauerhaft eine spezielle Wirtschaftspolitik durchsetzen.

  2. Ronald
    22. Januar 2018, 20:59 | #2

    Griechenland wird Amerkennung UND die nächste Tranche der zugesagten Kredite bekommen.

  3. Reiner
    22. Januar 2018, 22:37 | #3

    Varoufakis hat die Funktion von Schulden beschrieben – begriffen haben diese Funktion der ewigen, nicht rückzahlbaren Schulden aber sicherlich auch die meisten BürgerInnen.

    Das gesamte politische System basiert einzig und alleine auf der exorbitanten Verschuldung seiner jeweiligen BürgerInnen -um in Folge „alternativlos“ per “ vorgeblicher Austerität“ über politische und wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen die gesellschaftliche Umstrukturierung zum modernen Sklavenstaat unter dem Deckmäntelchen der repräsentativen Demokratie durchzuführen.

    Griechenland ist „lediglich die Sandbox“ für die spätere Umsetzung, Eu-weit, bzw. auf globaler Ebene.

    Oder in aller Kürze: Jedes Volk bekommt die Regierung, die es verdient. Offensichtlich verdienen sich die Völker derzeit die Diktaturen – regieren möchte der Souverän darselbst jedenfalls nicht.
    Auch wenn es durchaus einfach wäre.

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