Türken wollen Asyl in Griechenland

17. Dezember 2017 / Aufrufe: 491

Auf der griechischen Insel Panagia traf eine Gruppe türkischer Staatsangehöriger ein, die in Griechenland politisches Asyl beantragen wollen.

Es wird erwartet, dass 32 türkische Staatsbürger, die im Morgengrauen vom 15 auf den 16 Dezember 2017 mit einem Schlauchboot illegal auf dem Eiland Panagia der Inselgruppe Inousses in der östlichen Ägäis eintrafen, politisches Asyl in Griechenland beantragen werden.

Informationen zufolge wurden die 32 Personen sowie der „Schlepper“ – Eigentümer des Bootes von der griechischen Küstenwacht aufgegriffen.

Türken ersuchen aus Angst um ihr Leben um Asyl in Griechenland

Bei den geflohenen türkischen Bürgern handelt sich um staatliche Bedienstete und Lehrer, (eine andere Quelle spricht von Bürgern hohen Bildungsniveaus – Akademiker, Rechtsanwälte, Ärzte -, darunter auch eine Familie mit 4 minderjährigen Kindern), die alle mündlich den Willen geäußert haben, in Griechenland einen Asylantrag zu stellen, und sich dabei auf das Regime der Verfolgungen Andersdenkender in der Türkei berufen.

Die 32 Türken, gegen die das vorgesehene Strafverfahren eingeleitet worden ist, sind mittlerweile nach Chios gebracht und dort in polizeiliche Gewahrsam genommen worden und es wird erwartet, dass sie am Sonntag (17 Dezember 2017) bei der auf der Insel in Betrieb befindlichen Asylstelle vorstellig werden. Ergänzend sei angemerkt, dass sich journalistischen Informationen zufolge inzwischen auch der griechische Geheimdienst  (EYP) eingeschaltet hat.

Diese neue Entwicklung kommt wenige Tage nach dem spannungsgeladenen Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan in Griechenland, bei dem er – die Beschlüsse der griechischen Justiz ignorierend – auch praktisch (erneut) die Auslieferung der 8 türkischen Offiziere forderte, die sich nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei im Juli 2016 eines türkischen Militärhubschraubers bemächtigt und nach Griechenland abgesetzt hatten (siehe Türkische Putschisten bescheren Griechenland die … Arschkarte).

Trotz des Umstands, dass die besagten 32 Türken – wie alles zeigt – Zivilisten und keine „Uniformierten“, ist nicht auszuschließen, dass ihre Anwesenheit in Griechenland einen weiteren Reibungspunkt in den Beziehungen der beiden Seiten darstellen wird, speziell in einer Periode, wo die hohen Tonlagen auf der alltäglichen Agenda der Regierung unter Erdogan stehen.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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