Neue Belastungen für Griechenlands Immobilienbesitzer

20. November 2017 / Aufrufe: 1.463

Das Jahr 2018 wird voraussichtlich rund 1 Million Eigentümern von Immobilien in Griechenland neue steuerliche Belastungen bescheren.

Die Eigentümer von Immobilien in Griechenland werden 2018 erhöhte Steuern zahlen, da die Regierung mit der Angleichung der Einheitswerte im Frühjahr 2018 auch die sogenannte Großgrund-Besitzsteuer (wörtlich: „Steuer auf großes Immobilienvermögen“ / FMAP) wiedereinführen und das Gewicht hauptsächlich auf alle verlagern wird, die Immobilien mittleren und großen Wertes haben.

Spezieller sehen die Eingriffe bei den Immobilien die Angleichung von Einheitswerten vor, womit ungefähr 1 Million Steuerpflichtige mit mittlerem und großem Immobilienvermögen aufgerufen sein werden, wegen der Angleichung der Immobilien-Einheitswerte (sprich Steuerwerte) und der Wiedereinführung der FMAP höhere Steuern zu zahlen.

Verlagerung der Steuerlast auf mittleres und großes Immobilieneigentum

Obwohl die Angleichung der Einheits- / Steuerwerte von der Liste der an die dritte „Bewertung“ gekoppelten und bis Ende Dezember 2017 zu realisierenden vorab zu erfüllenden 101 Voraussetzungen genommen wurde, ist sie jedoch in den Rahmen der vierten Bewertung (des Fortschritts der Realisierung des „griechischen Programms / Memorandums durch die sogenannten Institutionen, sprich Gläubiger des Landes) eingegliedert worden und die neuen (Einheits- Steuer-) Werte sollen für die Ermittlung der neuen Steuer im Jahr 2018 herangezogen werden.

Auf Basis der bisherigen Planung liegt also in den Absichten der griechischen Regierung:

  • Abschaffung der sogenannten „Einheitlichen Immobilien-Besitzsteuer“ (ENFIA) und ihre Substituierung durch die sogenannte Großgrund-Besitzsteuer (FMAP).
  • Vorsehung eines familiären Steuerfreibetrags, der wahrscheinlich analog zu der Anzahl der Mitglieder einer jeden Familie steigt. Etwas Entsprechendes galt bereits auch 2011 mit der Immobilienvermögenssteuer (FAP).
  • Vollständige Eingliederung der Flurstücke in die neue Steuer, wahrscheinlich ab 2019.
  • Die neue Steuer wird die Besitzer großen Immobilienvermögens belasten und die sehr kleinen Vermögen von der neuen Steuer ausnehmen. Falls die Regierung beschließt, die Vermögen von unter 50.000 Euro auszunehmen, wird dies praktisch zur Befreiung von 2,8 Millionen Immobilieneigentümern von der Steuer führen.
    Sollte etwas Solches geschehen, werden allerdings die Eigentümer mit einem größeren Immobilienvermögen die Steuer sich mehr als verdoppeln sehen.

Besteuerung von Kurzzeitmietungen und „Zugewinnen“

Airbnb. Alle, die ihre Immobilien über elektronische Plattformen wie Airbnb vermieten, sollen zum ersten Mal Steuern an den griechischen Fiskus zahlen müssen. Die Steuer erreicht bis zu sogar 45% der Einkommen, die sie aus der Vermietung der Wohnungen erwerben werden.

Immobilien-Zugewinn. Mit einer sogenannten Zugewinn-Steuer in Höhe von 15% werden alle Eigentümer belastet werden, die im neuen Jahr Immobilien zu verkaufen planen, da die temporäre Aussetzung der Maßnahme Ende 2017 ausläuft.

(Quelle: dikaiologitika.gr, Autor: Giorgos Antonopoulos)

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