Leitfaden für Widerstand in Griechenland

14. November 2017 / Aktualisiert: 14. November 2017 / Aufrufe: 331
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Griechenlands sogenannte Anarchisten publizierten eine speziell an die Einwohner des Athener Stadtbezirks Exarchia gerichtete Anleitung zum Widerstand.

Anweisungen an … Möchtegern-Anarchisten gibt in Griechenland das „Symposium GEGEN die POLIZEIBESATZUNG“ in einem auf einer bekannten anarchistischen Website publizierten Text, mit dem es die Bürger angefangen davon, den Chaoten Hilfe zu leisten, bis hin auch zum Angriff auf Polizisten aufruft.

Es sei angemerkt, dass besagter „Widerstands-Leitfaden“ kaum zufällig gerade jetzt kursiert, da der Jahrestag der am 17 November 1973 erfolgten blutigen Niederschlagung des Studentenaufstands ansteht, bei dem es praktisch jedes Jahr zu mehr oder weniger heftigen Ausschreitungen und Zusammenstößen kommt.

Aufruf zum Widerstand gegen Polizeibesatzung in Griechenland

Konkret rufen die „Sprecher“ des anarchistischen Raums Griechenlands die Bürger auf:

  • Denen, die von der Polizei verfolgt werden, die Tür ihres Hauses oder auch ihrer Wohnung zu öffnen.
  • Demonstranten den Zugang zur Dachterrasse zu ermöglichen.
  • Einen (leeren) Blumentopf vom Balkon (auf Polizisten) zu werfen.
  • Einen Eimer Wasser für die Neutralisierung der Chemikalien (Tränen- / Reizgas) herauszustellen.
  • Den von den Chemikalien Getroffenen eine Malox-Lösung (1/2 Wasser) in einer Sprühflasche oder Riopan anzubieten.
  • Den Verletzten Erste Hilfe und Schutz zu gewähren.
  • Auf die Straße zu gehen und mit Polizisten zu kollidieren.
  • Mit anderen Nachbarn und Demonstranten zu kommunizieren, sich zu sammeln und zu koordinieren.
  • Mit allem, was es an nicht benötigten Gegenständen gibt, zur Errichtung von Straßenbarrikaden und Bereitstellung von „Munition“ beizutragen.
  • Videos von den Zusammenstößen und Gewalttätigkeiten der Polizisten aufzunehmen und ins Internet zu stellen (ohne, dass die Gesichter der Demonstranten zu sehen sind).
  • Sich Vorführungen – Verhaftungen zu widersetzen.
  • Die alltäglichen Bewegungen der Polizei zu beobachten und die Informationen mit den Mitstreitern zu teilen.
  • Die an den Krawallen Beteiligten zu ermuntern.
  • Zu den Krawallen beizutragen.
  • Sich in Widerstandsstrukturen zu organisieren und und deren kollektive Strategien mitzugestalten.

(Quelle: huffingtonpost.gr)

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