Kontrollen aus Griechenland kommender Passagiere in Deutschland

24. November 2017 / Aufrufe: 728
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Aus Griechenland auf deutschen Flughäfen eintreffende Passagiere sollen fortan wieder innerhalb der Schengen-Terminals speziellen Kontrollen kontrolliert werden.

Bei dem am 22 November 2017 erfolgten trilateralen Treffen zwischen Griechen, Deutschen und Sachverständigen der Europäischen Kommission wurde eine Vereinbarung über das Prozedere bezüglich der speziellen Kontrollen aus Griechenland kommender Passagiere auf den deutschen Flughäfen erzielt.

Die Sprecherin der Kommission, Natasha Berto, charakterisierte die Begegnung als konstruktiv und brachte die Befriedigung der Seite der Gemeinschaft über die geleisteten Erklärungen, aber auch die Resultate zum Ausdruck.

Griechenland will Passagier-Kontrollen intensivieren

Wie Natasha Berto sagte, stellte anfänglich die deutsche Seite klar, dass die Kontrollen aus Griechenland eintreffender Passagieren fortan innerhalb des Schengen-Bereichs erfolgen und sich allein auf die Feststellung der Identität und des Fotos des Passagiers beschränken werden. Bisher wurden die Passagiere aus Griechenland dagegen zu einem Sonderausgang der Flughäfen außerhalb der Schengen-Zone geführt, wo penible systematische Kontrollen aller Passagiere erfolgten.

Laut der Sprecherin der Kommission sagte die griechische Seite ihrerseits zu, die zuständigen Behörden werden im Gegenzug die Kontrollen der von Griechenland zu deutschen Flughäfen reisenden Passagiere intensivieren.

Natasha Berto führte ebenfalls an, Deutschland habe die Kommission am 12 November 2017 über die Verlängerung der Inanspruchnahme der Klausel des Schengener-Abkommens informiert, die den Mitgliedstaaten gestattet, an ihren Landes- und Seegrenzen aus Gründen der inländischen Ordnung und Sicherheit vorübergehend gezielte Kontrollen einzuführen (sprich die Reisefreiheit innerhalb des Schengen-Raums einzuschränken und wieder mehr oder weniger penible Grenzkontrollen einzuführen).

Ergänzend sei angemerkt, dass dem griechischen Außenministerium bereits im Oktober 2017 der von Deutschland gefasste Beschluss mitgeteilt wurde, das Schengener-Abkommen speziell für aus Griechenland – und sei es auch nur im Transitverkehr – einreisende Personen bis Mai 2018 praktisch außer Kraft zu setzen.

(Quelle: dw.com, Autor: Nikos Mpellos, Brüssel)

  1. Manfred Gante
    24. November 2017, 21:37 | #1

    Beim Rückflug am 17.11.17 von Athen nach Düsseldorf wurde in D´dorf bereits eine Passkontrolle mit Fahndungsabfrage durch die Bundespolizei durchgeführt, was naturgemäß zu einem Stau führte. In Athen beim Einschecken nur durch die Groundhostess bei der Gepäckaufgabe.

  2. windjob
    26. November 2017, 12:02 | #2

    Das sind die Folgen der Merkelschen Ausländerpolitik. Erst Willkommenskultur und nun Abschottung. Leidtragende sind Italien und Griechenland. Diese Frau will nochmal 4 Jahre regieren. Ich hoffe dies geht schief.

  3. karnapas
    27. November 2017, 21:55 | #3

    Bin am 25. Nov. nach Berlin geflogen. Dort lang andauernde manuelle Abfertigung — elektrische Erkennung und Schleusen für EU-Dokumente-Inhaber scheinen aber in Vorbereitung. Die Portale standen zumindest da, waren aber nicht in Betrieb. Ist wohl was für länger. In Frankreich ist der nach den Anschlägen verhängte und verlääääängerte Ausnahmezustand z.B. heute normaler Gesetzesstandard…

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