In Griechenland bleiben Produktionsmöglichkeiten ungenutzt

12. November 2017 / Aufrufe: 1
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Laut den sogenannten Fünf Wirtschaftsweisen werden nur in Griechenland die Möglichkeiten nationaler Produktion nicht vollständig genutzt.

Der „Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung“ (SVR) betont in seinem Jahresbericht an die deutsche Regierung, der konjunkturelle Aufschwung betreffe ebenfalls sowohl die Eurozone als auch Griechenland.

Laut dem Jahresbericht der deutschen „Fünf Weisen“ wird die deutsche Wirtschaft 2017 ein Wachstum von 2,0% und 2018 von 2,2% präsentieren. Entsprechend hoch sind die Zahlen auch bezüglich des Wachstums in der Eurozone (2,3% und 2,1%). Was speziell Griechenland betrifft, schätzen die renommierten Wirtschaftswissenschaftler ein, das BIP werde in diesem Jahr um 0,9% und 2018 um 2,0% steigen.

Ja zur europäischen Integration, nein zur solidarischen Haftung

Der konjunkturelle Aufschwung in der Eurozone beruht gemäß der Untersuchung hauptsächlich auf der lockeren Währungspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die deutschen Sachverständigen empfehlen aber eine schrittweise Beendigung dieser Politik, also des Ankaufs von Anleihen der Mitgliedstaaten der Eurozone durch die EZB.

Während die „Weisen“ an anderer Stelle des Berichts die weitere europäische Vollendung auf Sektoren wie Binnenmarkt, Verteidigung, Sicherheit, Asyl und Klima begrüßen, lehnen sie jedoch eine Eurozone ab, die als Gesamtheit die Verantwortung für die Schulden des jeweiligen – Probleme habenden – Mitgliedstaats übernehmen wird.

Rückgang der Arbeitslosigkeit in Griechenland

Eine der Folgen des konjunkturellen Anstiegs in der Eurozone ist dem Bericht zufolge der „spürbare“ Rückgang brachliegender Kapazitäten nationaler Produktion. Anders gesagt, das reale BIP bewegt sich auf den selben Niveaus des potentiellen BIP. Einzige Ausnahme ist Griechenland, wo die produktiven Möglichkeiten des Landes nicht vollständig genutzt werden. Diese „Lücken“ nationaler Produktion werden sich 2017 bei -7,6% bewegen.

Sich auf die („offizielle“) Arbeitslosigkeit in Griechenland beziehend schätzt die Untersuchung ein, sie werde von 23,6% im vergangenen Jahr (2016) auf 21,5% in diesem Jahr (2017) sinken und 2018 auf 20% fallen. Die neuen Arbeitsplätze in Griechenland beruhen hauptsächlich auf dem Wachstum des touristischen Sektors. Es ist jedoch diskutierbar, inwieweit dieser steigende Verlauf sich fortsetzen wird, wenn die anderen touristischen Ziele im Mittelmeerraum zur politischen Stabilität zurückkehren.

Schließlich stellt der Bericht eine Beziehung zwischen der Arbeitslosenquote und der Realisierung struktureller Reformen fest. Länder mit hoher Arbeitslosigkeit wie Griechenland erbrachten größere Bemühungen als Länder mit niedrigen Quoten.

(Quelle: sofokleous10.gr)

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