Griechenland: Lügen und Besteuerung

3. November 2017 / Aufrufe: 1
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Die Taktik des Alexis Tsipras, der eine politische Karriere mit Lügen schuf, und seine bequemen politischen Gegner in Griechenland.

Das Problem mit Herrn Tsipras ist nicht, das er Lügen erzählt, sondern dass er nur Lügen erzählt. Im seltenen Fall wiederum, wo er sich einer Angabe oder eines Fakts bedient, die wahr sind, geschieht dies einzig und allein, damit ihm die Gelegenheit gegeben wird, eine Lüge zu erzählen, die noch größer als das ist, was er üblicherweise sagt.

Allerdings befindet Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras, der eine politische Karriere mit Lügen geschaffen hat, sich nun zum ersten Mal mit der harten Wahrheit der Zahlen des Haushaltsplans konfrontiert.

Kollidierende Interessen der SYRIZA-Regierung Griechenlands

Herr Tsipras versuchte von Anfang an, zwei kollidierende politische Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen. Auf der einen Seite musste er sich an der Macht halten, damit der Parteimechanismus in den Genuss der Beute der Macht kommt und seine eigenen Basen im Staat und in den Massenmedien schafft. Auf der anderen Seite werden, je mehr Zeit verstreicht, die Folgen der katastrophalen Steuerpolitik immer sichtbarer. Das erste Bedürfnis drängt darauf, dass die SYRIZA so lange wie möglich an der Macht bleibt. Das zweite Bedürfnis drängt darauf, dass die Wahlen so bald wie möglich erfolgen.

Im September 2017 erfuhren wir, „die Griechen schränken den Konsum bei Grundbedarfsgütern wie Milch und Brot ein„. Allein 2017 „sind 150.000 Erbschaftsausschlagungen wegen der ENFIA erfolgt„. Die Regierung Tsipras versuchte, diesen Fakten damit zu begegnen, bei den Kommunen neue Arbeitszeiten zu schaffen, was ihr einen künstlichen Personalmangel zu präsentieren hatte, damit sie neue Einstellungen vornimmt. Ebenfalls unternimmt die Regierung Tsipras alles, was möglich ist, um 320.000 anhängige Renten nicht zu bewilligen, damit sie einen „Primärüberschuss“ präsentiert, den sie natürlich auf die beste Weise vor den Wahlen zu verteilen beabsichtigt.

Was macht man, wenn das Geld der anderer zu Ende ist?

Die Regierung des Herrn Tsipras begegnet dem üblichen Problem, dem die Staatsverfechter auf der ganzen Welt begegnen. „Was macht man, wenn das Geld der anderen zu Ende gegangen ist?„, wie die eiserne Lady angemerkt hatte. Im konkreten Fall ist das Geld der anderen das Geld des griechischen Steuerzahlers. Es ist die Einnahmequelle der politischen Klasse, welche Quelle jedoch nicht unversiegbar ist. Die harte Realität ist, dass sie an ihren Grenzen angelangt ist. Die Steuerzahler veräußern ihr Hab und Gut, damit Leute in Griechenland wie (Anmerkung: Tsipras‘ umstrittener „Berater“) Nikos Karanikas, für die Karriere wie Cholera und besondere Leistung ein Makel ist, generös bezahlt werden.

Die Realität ist nicht so volksnah. Herr Tsipras erhält sich jedoch seinen Vorteil Nr. 1, nämlich seine politischen Gegner. Selbst auf Bestellung wären sie nicht dermaßen bequem für Alexis Tsipras ausgefallen. Die Realität und die Besteuerungsfähigkeit stimmen Herrn Tsipras nicht zu, jedoch gibt es seine politischen „Gegner“, um mit ihrer Phobie, ihrer Zaghaftigkeit und ihren Schuldgefühlen das politische Spiel für Herrn Tsipras viel leichter zu machen.

(Quelle: dimokratianews.gr, Autor: Napoleon Linardatos, Banker in New York)

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