Feind des Vaterlands ist in Griechenland … der Mittelstand!

5. November 2017 / Aufrufe: 624
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Unter der Regierung der SYRIZA wurde in Griechenland die Mittelschicht mittels einer brutalen Überbesteuerung bewusst in die Verarmung getrieben.

Das zynische Eingeständnis des stellvertretenden griechischen Finanzministers Giorgos Chouliarakis vor dem Parlament, die Regierung Griechenlands habe die konsequentesten Bürger dieses Landes fast drei Jahre lang brutal (über-) besteuert, bestätigt, was wir von Anfang an sagten: Nämlich, dass der Mittelstand unser Feind ist.

Die Stärkung der schwachen sozialen Schichten ist immer ein Vorwand. Ihr Ziel ist, eine angebliche „Umverteilungspolitik“ auszuüben, wobei sie die Freiberufler, die Selbständigen und jede Form eines Unternehmertums im Land ausrotten. Nicht einfach nur Gewinn und Verdienst, sondern auch Arbeit und Erfolg sind in der Epoche der SYRIZA ein Vergehen.

Griechenlands Regierung trieb den Mittelstand bewusst in die Verarmung

Giorgos Chouliarakis brachte es einfach nur an den Tag und adoptierte dabei vollumfänglich die Argumentation der als „Krawatten-Bewegung“ bekannt gewordenen Akademiker und Gewerbetreibenden, die Regierung ziele mit dem Versicherungs- und Steuergesetzentwurf auf ihre wirtschaftliche Auslöschung ab. Es erwies sich ein weiteres Mal, dass die SYRIZA-Regierung nicht nur log, sondern sich bewusst die Strategie der steuerlichen Attacke und Verarmung gegen die Mittelschicht zu eigen machte.

Das Eingeständnis des stellvertretenden Finanzministers ist schauderhaft, in der Realität hat es jedoch nur politischen und keinerlei praktischen Inhalt, da tausende Gewerbetreibende bereits jetzt die heftigsten Belastungen erleiden und bis zu 100% ihrer Einkommen für Steuern und Versicherungsbeiträge zahlen – und zwar als Preis für die von der Regierung gehegten Vision eines „gerechten Wachstums“.

Das Schlimmste ist, dass sie – nachdem sie die Mittelschicht wirtschaftlich eliminierten, nachdem sie im Land jedwede Aussicht auf ein Wachstum zunichte machten und dies öffentlich eingestanden – nun behaupten, ihr Plan zahle sich aus. Sie propagieren die überdimensionalen (Haushalts-) Überschüsse, die sie mit der Überbesteuerung erzielen, als Erfolg ihrer Wirtschaftspolitik, während sie in Wirklichkeit das Scheitern eines ganzen Volkes verkörpern, wieder auf die Füße zu kommen.

(Quelle: liberal.gr, Autor: Vasilis Georgas)

  1. Kleoni
    5. November 2017, 11:33 | #1

    Der Mittelstand war in Griechenland der Jobmotor. Syriza hat mit der „Ausrottung! / Verarmung des Mittelstandes genau das Gegenteil erreicht, nämlich hohe Arbeitslosigkeit, Investoren aus dem Ausland bringen die Gewinne ins Ausland, Griechenland wurde zum Billigstlohnland mit dem Ergebnis, in einem Billigstlohnland haben gut ausgebildete und gebildete junge Leute keine Zukunft und verlassen – von wirtschaftlicher Not gezwungen – Griechenland. Leider ist auch das eingetreten, was ich und mit mir viele, befürchtet haben. Nebst der ND und PASOK gibt es nun eine 3. Regierungspartei, die sich auf Kosten eines Grossteils des griechisches Volkes die eigenen Taschen füllt, ihren Günstlingen bestbezahle Posten zuschanzt, versprochen hat, dass der Rundfunkt paritätisch öfftentlich rechtlich wird – geworden ist aus ERT ein Staatsrundfunk, der nur noch das Sprachrohr einer sich selbst lobenden Regierung (die auf der ganzen Linie versagt hat) geworden ist.

  2. Christian Schramayr
    5. November 2017, 11:38 | #2

    Oh Gott, welch´Beispiel für Polemik interessengesteuerter, griechischer Medien! Soweit ich den Sachverhalt vorort mitgekommen habe, stellt sich der Sachverhalt wie folgt dar:

    Am letzten Mittwoch hatte sich der stellvertretende Finanzminister Giorgos Chouliarakis mit der Feststellung an die Vouli gewandt: „Die Steuerlasten in den Budgets 2017 und 2018 sind hoch. Sie sind hoch für ehrliche und beständige Steuerzahler, den Mittelstand und die Gewerbetreibenden. Und es ist eine bewusste Entscheidung, die die Regierung getroffen hat, um der schwächeren, sozialen Schicht zu helfen.

    Diese nüchterne Festellung erläuterte Finanzminister Euclid Tsakalotos am darauffolgenden Donnerstag dem griechischen Parlament: “In Bezug auf die Überbesteuerung (des Mittelstands und der Gewerbetreibenden), stimme ich Herrn Chouliarakis zu und ich wiederhole, die Priorität war durch den Umgang mit der humanitären Krise vorgegeben, in einer Zeit, in der die Einkünfte aufgrund der Steuervermeidung fehlen.“ Weiters verwies Tsakalotos darauf, dass die Regierung durch die IWF-Forderung zur Überbesteuerung gebunden ist.

    Soweit die Fakten – wenn sie nicht von der Journaille aufgeblasen werden!

    Was dem noch anzufügen wäre, sind die bereits bekannten Aussagen des IWF-Ökonoms Poul Thomsen zur Griechenlandrettung und der Hinweis , dass das IWF-Modell der „inneren Abwertung Griechenlands“ auf drei Säulen stand: „Einsparungen, Steuererhöhungen und Investitionen.“ Diese wurden seitens IWF mittlerweile durch durch Forderung nach einen angemessenen Schuldenschnitt ergänzt.
    Die Themen „Investitionen und Schuldenschnitt“ sind bislang an der Forderung der „alternativlosen Austerität“ seitens der europäischen Gläubiger dezent abgeprallt – mit dem Ergebnis: Das IWF-Modell humpelt auf zwei von vier Beinen mehr schlecht als recht voran! Und daran kann keine griechische Regierung etwas ändern – solange dieses „Gläubigerpatt“ weiterbesteht.

  3. karnapas
    5. November 2017, 15:17 | #3

    In einem neoliberalen Paradies bestimmen Konzerne, pardon: der Wettbewerb, zu welchen Konditionen und Gewinnmargen mittelständische Unternehmen arbeiten können. An letzteren und nur an diesen bleibt auch die Steuer dran – da ist GR keine Ausnahme: alles so gewünscht. Deutschland ist da schon noch einen Schritt weiter: seit Jahren steigt die Zahl der Schein-Selbständigen …

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