Tendenzen des Immobilienmarkts in Griechenland

24. Oktober 2017 / Aufrufe: 288
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Auf dem Immobilienmarkt in Griechenland wird ein zunehmendes Interesse ausländischer Investoren an Investitionsimmobilien verzeichnet.

Fast 70% der bis heute in Griechenland im Rahmen des Programms „Goldenes „Visum“ (Greek Golden Visum) an Bürger sogenannter Drittstaaten erteilten Aufenthaltsgenehmigungen stehen mit Immobilienkäufen in der Region Attika in Zusammenhang.

Spezieller beziehen sich 26,52% auf Immobilien, die im Großraum Piräus gekauft worden sind, während sich weitere 21,26% auf Immobilien im Zentrum von Athen und 20,8% auf das Gebiet Mesogia (Pallini) beziehen, wie aus der Immobilien-Konferenz „Prodexpo“ hervorgeht.

Steigendes Interesse an Investitionsimmobilien in Griechenland

Gemäß den Angaben, die Konstantinos Angelopoulos von „Enterprise Greece“ präsentierte, erreichten im Jahr 2016 die direkten ausländischen Investitionen auf dem Sektor der Immobilien und des Tourismus 765 Mio. Euro, während auf Basis der einschlägigen Angaben der Griechischen Bank im laufenden Jahr (2017) der Anstiegs-Rhythmus 160% tangiert.

Es sei in Erinnerung gerufen, dass in Griechenland seit 2013 bis heute (Ende September 2017) insgesamt 2.014 Aufenthaltsgenehmigungen an Immobilienkäufer erteilt worden sind, wobei das Gesamtkapital sich auf ungefähr 1,1 Mrd. Euro beläuft. Das durchschnittliche jährliche Ergebnis des Programms gestaltet sich auf 250 Mio. Euro, gegenüber 800 Mio. Euro in Zypern, das über ein erfolgreicheres Programm zur Erteilung eines „goldenen Visums“ verfügt.

Ein Indiz für die Nachfrage aus dem Ausland ist laut der griechischen Zeitung „Kathimerini“  auch der Bericht von Faktoren des griechischen Immobilienmarkts über den Erwerb von 100 Wohnungen im Gebiet des Athener Stadtbezirks Exarchia durch einen chinesischen Investor, der zu Verwertung der Wohnungen mittels diverser Kurzzeitmietungs-Plattformen schritt und sie im weiteren Verlauf als Investitions-Portefeuille an einen ausländischen institutionellen Investor weiterverkaufte. Informationen zufolge wird von dem selben Investor sogar eine weitere entsprechende Investition geplant, ebenfalls bezüglich des Erwerbs von über 100 Wohnungen und ebenfalls im Bezirk Exarchia.

Investoren bevorzugen billige Wohnungen in Griechenland

Die „Vorliebe“ für das konkrete Stadtviertel Athens liegt hauptsächlich an den besonders niedrigen Preisen der Immobilien und der Verkaufsbereitschaft seitens vieler Eigentümer wegen der „Ghettoisierung“ des konkreten Stadtviertels und des sich in den letzten Jahren ergeben habenden Sicherheitsdefizits.

Die Tendenz der steigenden Nachfrage nach Immobilien in Griechenland aus dem Ausland und speziell von aus Ländern außerhalb der EU kommenden Interessenten bestätigt sich auch aus den Angaben, die am 18 Oktober 2017 bei einer einschlägigen Präsentation Dimitris Melachrinos, Mitgründer des griechischen Internetportals für Immobilieninserate „Spitogatos“ bereitstellte. Spezieller ergibt sich, dass in diesem Jahr (2017) der größte Anstieg von Nachfragen aus China (203%) kommt, gefolgt von der Türkei (90%), Deutschland (68%) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (50%).

Eine weitere auf dem griechischen Immobilienmarkt beobachtete grundlegende Tendenz ist, dass die Anfragen aus dem Ausland nach (Eigentums-) Wohnungen sich mittlerweile auch auf Beträge unter dem (für die Erteilung eines „Goldenen Visums“ erforderlichen) Mindestbetrag von 250.000 Euro beziehen, was bedeutet, dass die Käufer sich mit einem investitionsorientierten Zweck bewegen, also viele und billige Immobilien zwecks Verwertung erwerben möchten. Dies bestätigt sich auch aus dem Umstand, dass in der Regel nach Immobilien mit besonders niedrigen Kosten im Zentrum von Athen gesucht wird.

Griechenlands Wohnungsmarkt zeigt Wende zur Mietwohnung

Was den griechischen Wohnungsmarkt betrifft, wird laut Dimitris Melachrinos ebenfalls die Tendenz einer Hinwendung zu Mietungen beobachtet, wo sich jedoch seit 2014 und nachfolgend die Preise steigend zu bewegen begonnen haben, und zwar als Resultat des einerseits gestiegenen Volumens der Mietungen selbst und andererseits wiederum des Rückgangs der zur Mietung verfügbaren Wohnungen, da etliche von diesen ausschließlich für Kurzzeitmietungen mittels elektronischer Plattformen zur Verfügung gestellt werden.

(Quelle: dikaiologitika.gr, Autor: Giorgos Antonopoulos)

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