Griechenland drohen neue Maßnahmen

13. Oktober 2017 / Aufrufe: 679
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In Griechenland zeichnet sich schon wieder die Gefahr am Horizont ab, weitere Austeritätsmaßnahmen ergreifen zu müssen.

Der Wirtschaftsstab der Regierung Griechenlands „zittert“ vor den „Hasen aus dem Hut“ des internationalen Währungsfonds (IWF), da erwartet wird, sich sich mit der Notwendigkeit konfrontiert sehen zu werden, neue Maßnahmen zu ergreifen oder aber die im Parlament verabschiedeten sogenannten „Gegenmaßnahmen“ niemals umzusetzen.

Der Internationale Währungsfonds beharrt auf seinen Prognosen hinsichtlich einer Abweichung von den fiskalischen Zielvorgaben in diesem Jahr und im Jahr 2018.

Griechenland soll utopische Primärüberschüsse erzielen

Seine Prognosen wiederholend, die der das griechische Memorandum mit dem Währungsfonds begleitende Bericht aus dem Juli 2017 enthielt, verzeichnet der IWF in der World Economic Outlook Database für 2017 den Primärüberschuss mit 1,696% des BIP (gegenüber einer Zielvorgabe von 1,75% im Memorandum) und für 2018 mit 2,221% (gegenüber einer Zielvorgabe von 3,5%). Nach 2018 und bis einschließlich 2022 veranschlagt der Fonds die Primärüberschüsse wie auch im Juli auf ungefähr 3,5% des BIP.

In der Datenbank werden ebenfalls die Prognosen bezüglich der öffentlichen Verschuldung Griechenlands, aber auch die am 10 Oktober 2017 an die Öffentlichkeit gegebenen Angaben über das Wachstum in Griechenland mit der Prognose für einen sehr niedrigen Rhythmus bei 1% im Jahr 2022 verzeichnet. Zwei weitere Berichte publizieren Angaben zu den öffentlichen Finanzen (Fiscal Monitor) und zu der Finanzstabilität in Griechenland.

IWF will Reformen und Regulierung der Verschuldung Griechenlands

Es sei in Erinnerung gerufen, dass der Internationale Währungsfonds mit den jüngsten Prognosen die Messlatte des Wachstums für 2018 auf 2,6%, also höher als mit 2,4% im Staatshaushalt vorgesehen anlegte, sich der Prognose der griechischen Regierung bezüglich eines Wachstums von 1,8% im Jahr 2018 anschloss, jedoch unverändert seine Einschätzung aufrechterhielt, dass die griechische Wirtschaft im Jahr 2022 keinen Wachstumsrhythmus von über 1% erzielen werde, und so zeigt, auf seiner bekannten Position hinsichtlich von Zügen an zwei Fronten zu beharren: einerseits Realisierung von Reformen und andererseits auch Maßnahmen zur Regulierung der öffentlichen Verschuldung Griechenlands.

Es wird erwartet, dass Griechenlands Finanzminister Evklidis Tsakalotos und sein Stellvertreter Giorgos Chouliarakis am Samstag (14 Oktober 2017) bei einer Begegnung mit IWF-Chefin Christine Lagarde in Washington einen „Vorgeschmack“ hinsichtlich der Haltung des IWF in der anstehenden Bewertung (des Fortschritts des griechischen Programms durch sie sogenannten „Institutionen“) „abgreifen“ werden.

Jedenfalls wird erwartet, dass der Wirtschaftsstab der griechischen Regierung sich gezwungen sehen wird, die (ursprünglich für 2019 geplante) Senkung des (Einkommen-) Steuerfreibetrags um ein Jahr (dann möglicherweise sogar rückwirkend für das gesamte Jahr 2017!) vorzuziehen oder die bereits verabschiedeten „Ausgleichsmaßnahmen“ nicht umzusetzen (die den Gläubigern des Landes eh von Anfang an ein Dorn im Auge waren).

(Quelle: parapolitika.gr)

  1. Elenika
    25. Oktober 2017, 18:27 | #1

    Wie soll dieses Land zur Ruhe kommen? Die ausländischen Firmen ziehen ab, die griechischen Kleinbetriebe, Läden usw. sind schon zu. Die gut ausgebildeten Menschen haben das Land schon verlassen oder haben es noch vor. Die Fremdsprachenschulen haben noch reichlich Arbeit aber wer noch sonst? Die Griechen haben nach diversen Kürzungen ihrer Gehälter, Renten usw. gerade mal so viel, dass sie noch Essen kaufen und ihre Telefon- / Wasserrechnungen bezahlen können und manchmal auch noch die Steuern. Ich lebe seit 2010 hier und mein kommender Winter wird so werden wie der 2016. Heizöl nicht bezahlbar, Holzofen nur in einem Raum, Duschen falls die Sonne scheint, es erinnert mich an meine Kindheit in den 50er Jahren in Berlin, warm angezogen ins Bett und sich morgens zitternd waschen. In Deutschland müsste ich keine Einkommenssteuer bei meiner Rente zahlen, hier werde ich zur Kasse gebeten. Daneben einen Lebenspartner ohne Einkommen, da arbeitslos aber noch 4 Jahre bis zur Rente. Warum nicht zurück nach Deutschland? Das Grab meines Mannes ist hier und auch das Haus, welches einen Teil meiner Rente ausmacht.

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