Europas perfide Abzocke zu Lasten Griechenlands

17. Oktober 2017 / Aufrufe: 909
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Die Erklärung des Europa-Parlamentariers Nikos Chountis – Gläubiger und „Partner“ bestraften das griechische Volk für sein Nein zu den Memoranden

Die Geschichte wird schreiben: Als die Gläubiger Griechenlands das griechische Volk bestrafen wollten, weil es mit überwältigender Mehrheit Nein zu den Memoranden sagte, und ihm rechtswidrig mindestens 6 Mrd. Euro entwendeten, verheimlichte die damalige SYRIZA-Regierung, die das Nein in ein Ja umwandelte, lange Zeit die Wahrheit, damit ihre ungeheuren Verantwortungen nicht sichtbar werden.

Dies ist die größte Verhöhnung zu Lasten Griechenlands. Während die Gläubiger Griechenlands – die Mitgliedstaaten der Eurozone, ihre Zentralbanken und die EZB – 2012 mit den griechischen Anleihen ‚zockten‘ und sie sogar zu Preisen von 30% ihres Nennwerts in dem Wissen kauften, nicht unter den PSI fallen zu werden, beweist sich heute auch mit Zahlen, dass sie die in den Jahren 2012 – 2016 erzielten Super-Gewinne einbehielten und darin fortfahren, der griechischen Regierung neue, falsche Versprechen bezüglich der – wenn und sofern notwendigen – Verwendung der SMP- und ANFA-Gewinne bei dem zweiten Bündel von Maßnahmen bezüglich der griechischen Verschuldung zu geben.

Aus den Antworten und den offiziellen Angaben, die sowohl Herr Draghi als auch Herr Moscovici präsentieren, aber auch aus den veröffentlichten Angaben des IWF erweist sich, dass die EU und die Mitgliedstaaten aus der griechischen Krise nicht nur keine Verluste hatten, sondern aus ihr auch direkt profitiert haben.

Der Beschluss der Eurogruppe im Februar 2012 bezüglich eines Schnitts der griechischen Anleihen, des berühmt-berüchtigten PSI, enthielt eine Besonderheit: Es würden nur die griechischen Anleihen ‚beschnitten‘ werden, die hauptsächlich griechischen Interessen unterliegende Körperschaften wie die griechischen Banken besaßen, und nicht auch die Anleihen, welche die EZB und die nationalen Zentralbanken gekauft hatten. Wir hatten damals moniert, dass es sich um einen skandalösen Beschluss handelte, der Verzerrungen auf dem Markt verursachte, da es nicht möglich ist, dass derjenige, der kauft, auch die Bedingungen beschließt.

Außerdem hatten sie sich genau aus diesem Grund, also damit dieser Zug nicht als Wucherakt betrachtet wird, dazu verpflichtet, die Gewinne aus den Anleihen an Griechenland zurückzuzahlen, was bis 2014 auch wirklich geschah. Warum (nur) bis 2014? Weil mit der Entscheidung der ersten Regierung SYRIZA-ANEL für ein Referendum im Jahr 2015 die Eurogruppe die ‚Einfrierung‘ der Rückzahlung von Gewinnen an Griechenland beschloss.

An diesen Ankäufen beteiligten sich aber auch die griechischen Banken. Für deren (Ein-) Käufe wurde Griechenland im Dezember 2012 von der Europäischen Finanzstabilitätsfazilität (EFSF) sogar ein Kredit in Höhe von 11,3 Mrd. Euro gewährt. Es ist bekannt, dass der Schnitt der Anleihen entscheidend dazu beitrug, die griechischen Banken, die sich in der Situation wiederfanden, Anleihen sehr niedrigen Wertes zu besitzen, zu deren Verkauf zu führen.

Gemäß dem, was Herr Moscoviki in seiner Antwort anführte, wurde bei der Eurogruppe des 15 Mai 2017 die Wiederaufnahme der Rückzahlung der Gewinne aus SMP und ANFA an Griechenland beschlossen, also ab 2017 und nachfolgend und nur, sofern die Gläubiger urteilen, Griechenlands Verschuldung sei nicht tragfähig !!! Das Resultat ist folglich die Spekulation der Gläubiger zu Lasten Griechenlands in Höhe von 6 Mrd. Euro, und es folgt eine Fortsetzung … !!!

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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  1. windjob
    17. Oktober 2017, 16:51 | #1

    Wie war das mit der europäischen Wertegemeinschaft. Ich glaube besser passt europäische Betrügerbande und der grösste Betrüger ist Schäuble.

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