Europas perfide Abzocke zu Lasten Griechenlands

17. Oktober 2017 / Aufrufe: 908
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Mittlerweile belegen auch offizielle Angaben und Zahlen, dass Griechenland von seinen sogenannten Partnern schamlos um viele Milliarden Euro abgezockt wurde und wird.

Wie der griechische Europa-Abgeordnete der Partei Volkseinheit (LAE), Nikos Chountis, in einer Bekanntmachung anführt, „gestehen Draghi und Moscovici die Spekulation in Höhe von 6,2 Mrd. Euro zu Lasten Griechenlands ein, da von den 10,5 Mrd. Euro der Super-Gewinne aus griechischen Anleihen, die sie sich 2012 – 2016 zurückzuzahlen ‚verpflichtet‘ hatten, gerade einmal 4,3 Mrd. Euro gegeben worden sind!„.

Nur falls dies für die Tragfähigkeit der griechischen Verschuldung für notwendig befunden werden sollte, werden die Gewinne der Jahre 2016 – 2017 nicht an den griechischen Fiskus, sondern auf ein Sperrkonto des ESM transferiert werden!“ Dies geht aus der detaillierten Antwort des Kommissars für den Bereich Wirtschaft und Währung, Pierre Moscovici, an den Europa-Abgeordneten der Volkseinheit (LAE), Nikos Chountis, hervor.

Das 3. Memorandum kostete Griechenland die Spekulationsgewinne seiner Gläubiger und sogenannten „Partner“

Konkret präsentiert nach der Antwort Mario Draghis an Nikos Chountis, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Mitgliedstaaten weisen für den Zeitraum 2012 – 2016 riesige Supergewinne aus, indem sie mit griechischen Anleihen „zockten“, nun auch der Wirtschafts-Kommissar der EU, Pierre Moscovici, auf die selbe Anfrage antwortend ergänzende Fakten, aus denen sich erweist, dass Griechenland bei dem Abschluss der Verhandlung des dritten Memorandums mit der Zustimmung der griechischen Regierung die Gewinne verlor, welche die EZB und die Mitgliedstaaten aus dem Besitz griechischer Anleihen verzeichnet hatten.

Der Europa-Abgeordnete der LAE verlangte in seiner Anfrage an die Kommission, über die ANFA- und SMP-Gewinne informiert zu werden, die aus dem Besitz der griechischen Anleihen von 2012 bis 2016 entstanden sind, wie viel davon letztendlich an Griechenland transferiert wurde, sowie ebenfalls, ob in jeder wie immer gearteten zukünftigen Rückzahlung von Gewinnen auch die Gewinne der Periode 2014 – 2016 umfasst sind.

Der EU-Kommissar gibt in seiner Antwort Angaben über den bis heute erfolgten Transfer der SMPS- und ANFA-Gewinne von den nationalen Zentralbanken der Eurozone und der EZB an Griechenland und merkte an: „Griechenland hat mit dem Programm für die Wertpapiermärkte (SMP) und der Vereinbarung der Euro-Systeme, einschließlich der Zentralbank Griechenlands, über Netto-Finanzlagen (ANFA) in Zusammenhang stehende Transfers in Höhe von 0,3 Mrd. Euro im Jahr 2012, von 2,7 Mrd. Euro im Jahr 2013, von 0,6 Mrd. Euro im Jahr 2014 , von 0,3 Mrd. Euro im Jahr 2015 und von 0,4 Mrd. Euro im Jahr 2016 erhalten.“ Parallel betonte Pierre Moscovici: „Die Beträge für 2013 und 2014 umfassen Transfers seitens anderer Mitgliedstaaten, während für die übrigen Jahre die Einnahmen nur Transfers von SMP- / ANFA-Gewinnen seitens der Griechischen Bank an den Fiskus reflektieren.

Gewinne der Zentralbanken aus griechischen Anleihen 2012 – 2016

Im weiteren Verlauf seiner Antwort unterstreicht Herr Moscovici, in dem Beschluss der Eurogruppe bezüglich der griechischen Verschuldung sei eine Wiederaufnahme des Transfers der SMP- und ANFA-Gewinne ab 2017 (die er entsprechend auf 1,8 und 3,5 Mrd. Euro veranschlagt) vorgesehen, jedoch nicht an den griechischen Fiskus, sondern auf ein Sperrkonto des ESM, und nur in dem Grad, „der erforderlich ist, damit die vorbestimmten Brutto-Finanzierungsbedürfnisse hinsichtlich der Zielvorgaben für das Brutto-Inlandsprodukt (BIP) gedeckt werden“ – also unter der Voraussetzung, dass die Gläubiger die griechische Verschuldung als nicht tragfähig beurteilen !!!

In der nachstehenden Tabelle finden Sie die Gesamtgrößen der von der EZB und den nationalen Zentralbanken verdienten Gewinne, so wie sie sich aus der Antwort Mario Draghis und den Einschätzungen des IWF (Programm-Bewertung 2013) ergeben, sowie ebenfalls die realisierten Transfers an Griechenland, so wie diese aus der Antwort des EU-Kommissars Pierre Moscovici hervorgehen:

Spekulationsgewinne der EZB und nationaler Zentralbanken der Eurozone aus griechischen Anleihen und in den Haushalt Griechenlands transferierte Beträge (in Mio. Euro)

Gewinne der EZB (SMP) Gewinne nationaler ZB (ANFA) Gesamtgewinne aus griechischen Anleihen An Griechenland transferierte Gewinne Differenz
2012 2.337 636 2.973 300 2.673
2013 1.949 518 2.467 2.700 – 233
2014 1.505 500 2.005 600 1.405
2015 1.144 557 1.701 300 1.401
2016 903 464 1.367 400 967
Summe 7.838 2.675 10.513 4.300 6.213

Aus den obigen Angaben geht hervor, dass die Summe der überdimensionalen Gewinne für den Zeitraum 2012 – 2016 sich auf 10,513 Mrd. Euro beläuft, wovon nur 4,3 Mrd. Euro an Griechenland zurückgezahlt worden sind. Griechenland hat den Gläubigern also Super-Gewinne in Höhe von 6,21 Mrd. Euro gezahlt!

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  1. windjob
    17. Oktober 2017, 16:51 | #1

    Wie war das mit der europäischen Wertegemeinschaft. Ich glaube besser passt europäische Betrügerbande und der grösste Betrüger ist Schäuble.

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