Griechenland im Kampf gegen … die Investoren

6. September 2017 / Aufrufe: 569
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Die Regierung der SYRIZA bekämpft obsessiv Investitionen in Griechenland, jubiliert jedoch, wenn diese trotzdem erfolgen.

Das griechische Wirtschaftsministerium antworte mit einer Bekanntmachung auf die Erklärungen des Vorsitzenden der Nea Dimokratia (ND), Kyriakos Mitsotakis, der jüngst die sogenannten sozialen Partner empfing und ihnen sagte, wenn sie wollen, dass Investitionen erfolgen, seien sie zu der richtigen Adresse – also den Geschäftsräumen der N.D. und nicht dem Megaro Maximou (sprich der Regierungszentrale) – gekommen.

Das Ministerium rühmte sich also, dass in letzter Zeit der Anstieg der Investitionen signifikant sei, da sich – laut den Angaben – in den ersten fünf Monaten des Jahres 2017 die Anziehung von Investoren auf 1,6 Mrd. Euro belief und auch die größte der letzten Jahre war.

Die SYRIZA bekämpft jedwede Investitionen in Griechenland, lässt sich jedoch feiern, wenn sie schließlich trotzdem erfolgen

Das Ministerium unterließ jedoch anzuführen, dass davon ein Betrag von 1,2 Mrd. Euro aus der Auszahlung einer Summe des Konzerns herrührt, der die Nutzung und Verwertung der 14 peripheren Flughäfen Griechenlands übernahm, und dass die einschlägige Vereinbarung die vorherige Regierung der Nea Dimokratia abgeschlossen hatte, während die SYRIZA diese sowohl als Opposition als auch als Regierung bekämpfte.

Alle erinnern sich an die Erklärungen des Ministers für Infrastrukturen, er werde diese Verträge mit Kummer unterschreiben. Und die Gelder, die seit Anfang 2015 in die staatlichen Kassen geflossen wären um das zukünftige positive Investitionsklima in Griechenland zu signalisieren, kamen schließlich mit zwei Jahren Verzögerung.

Das selbe geschieht auch bei einer Reihe anderer Investitionen unter der SYRIZA-Regierung, da eine (1) Investition erfolgt und zehn (10) weitere unterwegs verloren gehen. Und dies, weil die Investitionen sich zwischen den „Symplegaden“ der Gegenreaktionen, der staatlichen Bürokratie und des Fehlen eines politischen Willens befinden. Letztes Beispiel stellt die Investition der NCH Capital in „Kassiopi“ auf Kerkyra / Corfu in Höhe von 100 Mio. Euro dar, die trotz des Umstands, dass alle Bedingungen erfüllt worden sind, im Krebsgang voranschreitet.

Diese unerhörte Taktik befolgt die Regierung bezüglich aller großen Investitionen, von dem „Ellinokos“-Areal bis hin zu den Flughäfen. Die SYRIZA bekämpft auf jede Weise jedwede Bemühung um eine Investition in Griechenland, wenn diese jedoch schließlich erfolgen, bejubelt sie ihren Erfolg.

Es ist jedoch offensichtlich, dass so keinerlei Wachstum in der Wirtschaft kommen kann.

(Quelle: eleftherostypos.gr)

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  1. christianschramayr
    7. September 2017, 13:02 | #1

    Zwei weitere Aspekte wären noch anzumerken, damit vorstehende Gedanken über den Mangel an Investitionen in Griechenland nicht zukurzgreifen:
    – Erstens, das alte „Verstrickungs-Netzwerk“ von ND und PASOK läuft inzwischen nicht mehr rund und ist somit von außen nicht mehr „kalkulierbar“.
    – Zweitens, ein „Griechenland der Memoranden samt Gläubigerversammlung“ bietet noch weniger Rechtssicherheit als die „alten ND- und PASOK-Zeiten“. Ergo, jede Erwartung in einen „Return-on-invest“ erübrigt sich.

    Solange Einsicht und Schulterschluss der politischen Eliten in Griechenland und der Gläubiger in der Fremde nichts Grundsätzliches ändern, können wir uns jede Krokodilsträne über die „griechischen Zustände“ ersparen.

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