Der IWF muss aufhören, Griechenland zu foltern

21. September 2017 / Aufrufe: 465
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Kyle Bass vertritt, der IWF habe von Anfang an gewusst, seine Kredite an Griechenland nie zurückbekommen zu werden, und müsse endlich aufhören, das Land zu foltern.

Kyle Bass, Investitions-Leiter der Hayman Capital Management, führt in seinem Artikel bei Bloomberg an, der Internationale Währungsfonds (IWF) müsse Griechenlands Schuld streichen und keine neue Rekapitalisierung der griechischen Banken verlangen.

Der IWF muss aufhören, Griechenland zu foltern„, lautet der Titel des Beitrags von Kyle Bass, dessen Gesellschaft in Aktien griechischer Banken investiert hat.

Griechenland hat fast Unmögliches erreicht

Kyle Bass merkt an, die Griechen müssen bei der Annahme von Angeboten vorsichtiger sein – insbesondere seitens des Internationalen Währungsfonds, „der das Land nun in einer verfehlten Bemühung, sein Geld zurückzubekommen, foltert„.

Die griechischen Amtsträger – führt Bass an – arbeiteten hart um ihre Wirtschaft zu unterstützen. Ab 2010 bis 2016 erreichten sie das fast unmögliche Werk der Reduzierung des Primärdefizits des (Staats-) Haushalts um ungefähr 18% des BIP und es in einen Überschuss umzuwandeln. Nach einer gewaltsamen Schrumpfung um fast 30% zeigt die griechische Wirtschaft heute positive Entwicklungen auf fast allen Sektoren – bei der Industrieproduktion, den neuen Fahrzeugzulassungen, den Baugenehmigungen, den touristischen Ankünften. Und der Bankensektor – merkt Bass an – hat große Schritte gemacht. Die Banken sind zweimal rekapitalisiert worden, haben ihre Rücklagen für die „roten“ Kredite aufgestockt, und ihre Kapital-Indizes sind nun signifikant höher als der europäische Durchschnitt und bieten ein „Kissen“ für die wie immer gearteten zukünftigen Verluste.

Kredite an Griechenland werden nie getilgt werden können

Weiter führ Kyle Bass, Griechenland habe weiterhin eine große Last, die sich auf die Kredite von fast 250 Mrd. Euro bezieht, die ihm der IWF und die europäischen Partner „für die Rettung seiner und höchstwahrscheinlich der Wirtschaft der gesamten Eurozone“ liehen. Diese Verschuldung – merkt er an – bleibt trotz des im Jahr 2012 erfolgten „Schnitts“ des Wertes der von privaten Investoren gehaltenen Anleihen des griechischen Staats und der Verluste bestehen, welche die Aktionäre der griechischen Banken erlitten, die ihre Investitionen mit den Rekapitalisierungen zweimal verfliegen sahen.

Der IWF könnte die Schuld streichen und Griechenlands Last erleichtern. Dies würde der langfristigen wirtschaftlichen Gesundheit des Landes und folglich auch Europas zugute kommen. Der Fonds verlangt dagegen weitere Austeritäts-Maßnahmen und beharrt auf ’strukturellen‘ Reformen zweifelhaften Wertes. Auf seiner wirtschaftlichen Ideologie beharrend eliminiert er die ersten Anzeichen eines wirtschaftlichen Wachstums und unterdrückt jede Hoffnung auf wirklichen Wohlstand.

Wie Kyle Brass anfügt, trat der IWF während der europäischen Finanzkrise als Retter Griechenlands auf. „Nun gleicht er jedoch mehr einem falschen Freund. Dem IWF war bekannt,“ – fährt Brass fort und betont – „dass seine Kredite niemals getilgt werden könnten. Das habe ich direkt von Amtsträgern gehört, die an dem Prozedere beteiligt waren.

(Quellen: dikaiologitika.gr, bloomberg.com)

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