Finanzbeamte in Griechenland ohne E-Mail

13. August 2017 / Aufrufe: 488

Die Beamten eines zentralen Finanzamts in Athen verfügen weder über elektronische Mailaccounts noch über WiFi.

In der Epoche der digitalen Umgestaltung und Neuorganisation des öffentlichen Sektors verfügt in Griechenland ein zentrales Finanzamt in der Stadtgemeinde Athen über nur ein einziges (!) E-Mailkonto.

Wie eine Beamtin der besagten öffentlichen Finanzbehörde (DOY) gegenüber Insider.gr monierte, verfügt nur das Sekretariat über einen E-Mailaccount, während die übrigen Finanzbeamten keinen Zugang zu elektronischer Post, aber auch keinen drahtlosen Netzzugang (WiFi) haben.

Öffentlicher Sektor in Griechenland liegt um Jahrzehnte zurück

Im Rahmen einer telefonischen Kommunikation mit der besagten Beamtin wurde uns beschieden, eine Kopie einer Unterlage zwecks Informierung des Finanzamts beizubringen. Auf die Frage, ob wir die Unterlage per E-Mail zuschicken können, zumal diese nicht im Original erforderlich ist, antwortete sie, das gehe nicht, weil sie „kein E-Mail hat„.

Wie die Bedienstete uns erklärte, verfügt nur das Sekretariat über einen E-Mailaccount, und somit können die Steuerpflichtigen nicht per E-Mail bedient werden, was sowohl die Abwicklung simpler Angelegenheiten effizienter machen als auch die Warteschlangen vor den Schaltern reduzieren würde.

So ehrgeizige Ziele in Griechenland zur Modernisierung des öffentlichen Sektors und Senkung der Betriebskosten – mit parallelem Ziel die bessere Bedienung des Bürgers – auch gesetzt werden mögen, zeigt sich also, dass die Dinge in der Praxis um viele … Jahrzehnte nachhinken.

(Quelle: insider.gr)

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