Internet-Geschwindigkeiten in Griechenland sind fiktiv

24. Juli 2017 / Aufrufe: 835

Dem EETT zufolge sind die nominalen Internetgeschwindigkeiten in Griechenland fiktiv und werden in der Praxis speziell bei ADSL im Downstream zu nur etwa einem Drittel erreicht.

Laut einem Bericht des Hellenischen Ausschusses für Telekommunikationen und Postwesen (EETT) entsprechen die in Griechenland von den Providern angebotenen Internet-Geschwindigkeiten in der Praxis nur etwa 1/3 der nominalen Geschwindigkeiten.

Speziell bezüglich der weit verbreiteten ADSL-Anschlüsse, die Geschwindigkeiten von bis zu 24 Mbps bieten, führt der EETT an, dass die reale Daten-Downloadgeschwindigkeit 32,26% der Nenngeschwindigkeit entsprechen.

Gemittelter Downstream liegt in Griechenland bei 40% des Nennwerts

Der Mittelwert der in Griechenland in Betrieb befindlichen Anschlüsse bietet dem Nutzer einen Daten-Downstream, der 40% des nominalen Wertes entspricht. „Gemäß den verfügbaren Angaben zeigt – wie die griechische Zeitung ‚Kathimerini‘ publizierte – der Mittelwert der Messungen aller Pakete eine erreichte Nominalgeschwindigkeits-Quote von 39,26% im Downstream und 62,60% im Upstream„, führt der Bericht des EETT an.

Der Bericht „Offenes Internet“ 2016 – 2017 stellt den Jahresbericht des EETT an die Europäische Kommission und das Gremium Europäischer Regulierungsstellen für elektronische Kommunikation (GEREC bzw. BEREC) über die Umsetzung der Verordnung (EU) 2015/2120 im Zusammenhang mit dem Zugang zum offenen Internet dar. Es ist das erste Mal, dass der Bericht erstellt wird, und in dieser Richtung verschickten der EETT – wie auch die übrigen Regulatoren des Telekommunikations-Markts in der EU – zwecks Sammlung von Informationen über Themen der Verordnung spezielle Fragebögen an die größten inländischen Provider. Dabei wurden auch die bestehenden Vertragsbedingungen der Provider zusammengetragen, damit die notwendigen Änderungen für die bessere Informierung der Teilnehmer gemäß den Bestimmungen der Verordnung untersucht werden.

90% der Beschwerden betreffen die Qualität der Internet-Services

Auf dem Sektor der Beobachtung der Netzwerkqualität nutzte der EETT zwecks Durchführung von Messungen die Plattform „Hyperion„, während 2016 zum ersten Mal Feldstärkemessungen zur Beobachtung der Leistung der Mobilnetze durchgeführt wurden. In dem Bericht werden ebenfalls auch die mit Themen der Verordnung in Zusammenhang stehenden Beschwerden präsentiert, welche die Abteilung für Verbraucher-Service des EETT erhält.

Was die Leistung der Netzwerke betrifft, stellt der EETT fest, dass besondere Aufmerksamkeit zu zollen ist, da die realen Übertragungsgeschwindigkeiten unter den nominalen liegen. Dies zeigen auch die beim EETT angelangenden Beschwerden der Konsumenten, die sich zu 90% auf die niedrige Qualität gebotener Dienste beziehen.

Hinsichtlich der Traffic-Verwaltung wiederum bezieht die Mehrheit der Praktiken sich auf die Priorisierung von Traffic mit strengen Qualitäts-Anforderungen (wie Voice- oder Video-Traffic) oder auf Sperren aus Sicherheitsgründen oder auf Sperren, die von den selbigen Teilnehmern eingerichtet werden (beispielsweise Dienste bezüglich elterlicher Kontrolle).

(Quelle: dikaiologitika.gr, Autor: Giorgos Antonopoulos)

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