Griechenland ahndet „Parkplatzreservierungen“ mit 400 Euro

19. Juni 2017 / Aufrufe: 813

Die neue Straßenverkehrsordnung in Griechenland ahndet die Blockierung von öffentlichen Fahrzeugstellplätzen mit einer Verwaltungsstrafe in Höhe von 400 Euro.

Die neue griechische Straßenverkehrsordnung (StVo bzw. KOK) legt den … Grabstein griechischen Einfallreichtums. Konkreter erwarten Fahrzeughalter, die eines rechtmäßigen (eigenen) Stellplatzes entbehren und verschiedene Weisen erfinden um einen ständigen Parkplatz vor ihrem Haus sicherzustellen, „gepfefferte“ Geldstrafen.

Alle Fahrzeugbesitzer, die Schemel, Stühle, Reifen und alles, was man sich sonst noch vorzustellen vermag, platzieren um einen anderen Fahrer daran zu hindern, sein Fahrzeug zu parken, werden es mit … dem Gesetz zu tun bekommen, da die neue StVo Geldstrafen von bis zu 400 Euro vorsieht.

In Griechenland werden willkürliche Parkplatz-„Reservierungen“ teuer

In Artikel 48 der neuen griechischen Straßenverkehrsordnung lautet es bezüglich der Besetzung eines Straßen- oder Gehwegabschnitts charakteristisch:

  1. Die vorläufige oder ständige Besetzung eines Teils der Fahrbahn mit Einrichtungen oder Hindernissen ist verboten, insbesondere wenn damit der Verkehr, das erlaubte Halten oder Parken von Fahrzeugen behindert oder die Sicht derjenigen eingeschränkt wird, welche die Straßen nutzen.
  2. Unter Ausnahme von dem vorherigen Paragraphen kann in Sonderfällen oder Zonen mit geringem Verkehrsaufkommen innerhalb von Wohngebieten die Besetzung eines Fahrbahnteils mit vorläufigen Anlagen oder Hindernissen auf Genehmigung der Gemeinde- oder Kommunalbehörden nach Stellungnahme der zuständigen Polizeibehörden gestattet werden, wenn dafür genug Platz vorhanden ist.
  3. Wer Gebäude in Wohngebieten errichtet oder andere Arbeiten ausführt und den gesamten Gehweg vor dem Bau oder der Baustelle besetzt, ist verpflichtet, einen zusätzlichen Gehweg zu erstellen oder andere geeignete Maßnahmen für die sichere Passage der Fußgänger zu ergreifen. Die Einzelheiten bezüglich der Umsetzung dieser Bestimmung werden per Beschluss des Ministers für Umwelt, Flächennutzung und öffentliche Projekte festgelegt.
  4. Wenn wie vorstehend die Besetzung eines Straßenabschnitts gestattet wird, ist dieser obligatorisch von demjenigen zu kennzeichnen, der ihn gemäß den Bestimmungen des Artikels 9 der gegenwärtigen Verordnung besetzte.
  5. Die Besetzung einer Gehwegfläche zwecks jedweder anderen Nutzung außer der, für die sie gebaut worden ist, ist verboten, sofern der Fußgängerverkehr sowie auch die An- und Abfahrt von Notfallfahrzeugen oder Fahrzeugen zur Bedienung der Anlieger behindert wird.
  6. Wer die Bestimmungen dieses Artikels missachtet, wird mit einer Verwaltungsstrafe von vierhundert (400) Euro bestraft.“

(Quelle: iefimerida.gr)

  1. ego
    19. Juni 2017, 13:45 | #1

    Kairos itan

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